29. Oktober 2014
(c) rainer sturm / pixelio.de

Die Kündigung eines spielsüchtigen Mitarbeiters im Ordnungsamt, der mehr als 100.000 Euro veruntreut hatte, ist auch ohne ein vorher durchgeführtes abgestuftes Sanktionsverfahren wirksam. Das entschied ArbG Düsseldorf mit Urteil vom 21.10.2014 (2 Ca 3420/14).

29.10.2014
(c) andreas hermsdorf / pixelio.de

Ein Unfall auf dem Weg zu einer Bushaltestelle ist auch dann ein Arbeitsunfall, wenn eine anderer Halt für öffentliche Verkehrsmittel deutlich näher am Wohnort liegt, entschied das SG Heilbronn mit am 23.10.2014 veröffentlichtem Urteil (v. 23.7.2014 – S 13 U 4001/11 X).

28.10.2014
(c) Christian v.R. / pixelio.de

Nachdem Mitte Oktober bekannt wurde, dass Apple und Facebook seinen Mitarbeiterinnen mit bis zu 20.000 Dollar (etwa 15.764 Euro) für die Entnahme und das Einfrieren von Eizellen unter die Arme greifen würde, war der Aufschrei groß. Ambitionierte Frauen sollen so ohne signifikant höheres Risiko aufgrund des fortgeschrittenen Alters die Familienplanung verschieben können. Nun hat das Karrierenetzwerk e-fellows.net in einer Umfrage unter den sog. deutschen High Potentials herausgefunden, dass 55 % von ihnen Social Freezing ohne medizinische Notwendigkeit ablehnen.

27.10.2014
(c) jorma bork / pixelio.de

Eine Abrede in allgemeinen Arbeitsvertragsbedingungen, welche die Beendigung einer vereinbarten alternierenden Telearbeit für den Arbeitgeber voraussetzungslos ermöglicht, ist unwirksam. Das entschied das LAG Düsseldorf mit am 23.10.2014 veröffentlichtem Urteil (v. 10.9.2014 – 12 Sa 505/14).

24.10.2014
(c) Julien Christ / pixelio.de

Nach BMI-Maßstäben sind 48 % der deutschen Führungskräfte übergewichtig und ein verschwindend geringer Anteil von 0,35 % kämpft mit Untergewicht. Bei den Frauen sieht es besser aus: Hier gelten nur 16 % als übergewichtig aber auch 3,2 % als untergewichtig. Die Zahlen stammen aus einer Befragung unter Führungskräften durch die Personalberatung Heidrick & Struggles sowie der Max Grundig Klinik im Schwarzwald.

23.10.2014
(c) petra bork / pixelio.de

Der Versorgungsberechtigte muss, wenn er die Entscheidung über eine Rentenanpassung für unrichtig hält, dies vor dem nächsten Anpassungsstichtag wenigstens außergerichtlich geltend machen. Eine Klage, die dem Arbeitgeber aber erst nach Fristablauf zugestellt wird, genügt nicht, denn § 16 BetrAVG fordert einen tatsächlichen Zugang der Rüge innerhalb der Rügefrist. Das entschied das BAG mit Urteil vom 21.10.2014 (3 AZR 69/12).

22.10.2014
(c) gabi schoenemann / pixelio.de

Wenn ein Unternehmen seinen älteren Mitarbeitern mehr Urlaubstage im Jahr gewährt als den Jüngeren, kann dies nach § 10 Satz 3 Nr. 1 AGG, der den Schutz älterer Arbeitnehmer bezweckt, zulässig sein. Die betreffende Regelung muss aber auch geeignet, erforderlich und angemessen sein. Dem Arbeitgeber steht dabei ein eigener Einschätzungsspielraum zu, entschied das BAG mit Urteil vom 21.10.2014 (9 AZR 965/12).

21.10.2014
(c) Martin Fels / pixelio.de

Erhält ein Beschäftigter als Teilnehmer einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit Leistungen der Arbeitsagentur, hat er keinen Anspruch auf Arbeitsentgelt während eines sozialversicherungsrechtlich geprägten Praktikums, selbst wenn teilweise reguläre Arbeitstätigkeiten verrichtet werden. Das geht aus einer Entscheidung des LAG Hamm vom 17.10.2014 (1 Sa 664/14) hervor.

20.10.2014
(c) stephan wengelinski / pixelio.de

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will Anfang November einen Gesetzentwurf zur Tarifeinheit vorlegen. Dies dürfte kleineren Spartengewerkschaften Einhalt gebieten.

16.10.2014
(c) fotobox / pixelio.de

Arbeitnehmer, die kurzfristig eine Pflege für Familienangehörige organisieren müssen, bekommen ab Januar 2015 zehn Tage „Pflegeunterstützungsgeld“. Das Bundeskabinett beschloss gestern den entsprechenden Gesetzentwurf. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hervor.

16.10.2014
(c) Light Impression / Fotolia.com

Standardisierte Formulierungen und unpersönliche Absageschreiben sind die Regel und wenig erbaulich. Wie es besser geht, zeigen die Gewinner des Preises „Bestes Absageschreiben 2014“, mit dem Jobware und Kienbaum Communications Arbeitgeber auszeichnen, die Wert auf Qualität legen und den Bewerber trotz der schlechten Nachricht motivieren.

15.10.2014
(c) RainerSturm / pixelio.de

Im vergangenen Jahr wurden zwei Drittel aller Auszubildenden von den Betrieben übernommen. Seit 1996 ist damit laut einer repräsentativen Befragung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der höchste Stand der Übernahmequote erreicht.

14.10.2014
(c) Tim Reckmann / pixelio.de

Frauen verdienen in Deutschland zum Teil deutlich weniger als Männer. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung untersuchte auf Basis der Lohnspiegeldatenbank die Gehaltsdaten von 20 verschiedenen Berufen und machte Unterschiede von sechs bis 28 % aus.

14.10.2014
(c) nicolehe / pixelio.de

Vor Entlassung eines Probebeamten allein wegen seiner mangelnden gesundheitlichen Eignung, muss der Dienstherr die Möglichkeit einer anderweitigen Verwendung des Betroffenen aktiv und auf seinen gesamten Bereich bezogen prüfen und das Ergebnis dokumentieren, entschied das VG Göttingen durch Urteil vom 1.10.2014 (1 A 13/13).

13.10.2014
(c) rainer sturm / pixelio.de

Google ist der attraktivste Arbeitgeber weltweit. Die Mehrheit der Betriebe, die auf Arbeitnehmer auf dem Globus anziehend wirken, kommt aus den USA. Das fand das Employer-Branding-Beratungsunternehmen Universum im „World´s Most Attractive Employers-Ranking“ heraus.

09.10.2014
(c) q.pictures / pixelio.de

Was Projektleiter in deutschen Unternehmen verdienen, bestimmt sich nach deren jeweiliger Verantwortlichkeit: Am meisten – nämlich rund 121.000 Euro – bekommen Leiter im Projektmanagement; gefolgt von Senior-Projektleitern, die durchschnittlich 89.000 Euro jährlich erhalten. Das ergab der aktuelle Kienbaum Vergütungsreport 2014 „Projektmanagement“.

08.10.2014
(c) Gordon Gross / pixelio.de

Hinter den USA, Großbritannien und Kanada ist Deutschland laut einer Studie von The Boston Consulting Group und Stepstone das beliebteste Land in Sachen Arbeitsplatz und Einwanderung. Auch ein deutscher Standort ist unter den begehrtesten Städten weltweit. Berlin liegt auf Rang sechs, die vorderen Plätze belegen London, New York und Paris.

08.10.2014
(c) Tim Reckmann / pixelio.de

Die Aufnahme einer Tätigkeit ohne Vergütungsabrede ist dann sittenwidrig, wenn der Arbeitnehmer auf Weisung des Arbeitgebers für längere Zeit Leistungen erbringt, die ganz überwiegend im betrieblichen Interesse sind. Erbringt der Mitarbeiter hingegen vorranging der Ausbildung dienende Leistungen, muss eine Vergütung im Rahmen eines praktischen Jahres eines Psychotherapeuten in Ausbildung nicht gezahlt werden. Das geht aus einem Urteil des ArbG Köln vom 18.9.2014 (11 Ca 10331/13) hervor.

07.10.2014
(c) Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Eine von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderte Untersuchung zu den von März bis Ende Mai 2014 durchgeführten Betriebsratswahlen in diesem Jahr zeigt, dass die durchschnittliche Wahlbeteiligung zwar auf hohem Niveau lag, der Frauenanteil der Gewählten aber weiterhin bei 30 % stagniert.

06.10.2014
(c) tim reckmann / pixelio.de

2012 lag der Frauenanteil unter den Professoren bei nur 20 %. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 12 %. In höheren Positionen bleiben sie damit immer noch unterrepräsentiert, was aus einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervorgeht.

02.10.2014
(c) thomas klauer / pixelio.de

Ein Arbeitgeberverband hat die von seinen Mitgliedern gewährten Betriebsrenten nach billigem Ermessen regelmäßig zu überprüfen und ggf. anzupassen. Es entspricht nicht billigem Ermessen, wenn er die Pensionszahlungen bei der jährlichen Anpassung um einen sog. biometrischen Faktor mindert. Das geht aus einem Urteil des BAG vom 30.9.2014 (3 AZR 402/12) hervor.

01.10.2014
(c) reinhard grieger / pixelio.de

Wird das Tragen der Dienstkleidung in einer Betriebsvereinbarung für Arbeitnehmergruppen unterschiedlich ausgestaltet, liegt darin eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung. Das entschied das BAG mit Urteil vom 30.9.2014 (1 AZR 1083/12).

30.09.2014
(c) uschi dreiucker / pixelio.de

Beamte erhalten für die längere Wahrnehmung der Aufgaben eines höherwertigen Amts eine Zulage nach § 46 Abs. 1 BBesG, wenn die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Die freie Planstelle und der wahrgenommene höherwertige Dienstposten müssen bei der sog. „Topfwirtschaft“ nicht fest miteinander verknüpft sein, entschied das BVerwG (Urt. v. 25.9.2014 – 2 C 16.13).

29.09.2014
(c) dieter schuetz / pixelio.de

Nächstes Jahr soll es 20.000 weniger Arbeitslose, aber knapp 270.000 Erwerbstätige mehr auf dem deutschen Arbeitsmarkt geben. Damit sinkt die Arbeitslosigkeit trotz steigender Beschäftigung vergleichsweise nur wenig, teilt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) mit.

26.09.2014
(c) petra bork / pixelio.de

Viele Arbeitnehmer nutzen ihnen zustehende Erholungszeiten nicht aus. Ein Fünftel beklagt sogar ein „pausenfeindliches Klima“ auf Arbeit. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativ-Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von ver.di.

90 % gaben an, dass in ihrem Betrieb oder ihrer Dienststelle eine tägliche Ruhephase vorgesehen ist. Einer von zehn Befragten nutzt diese aber nur selten oder nie und 20 % nehmen die Arbeitsunterbrechung nur verkürzt in Anspruch.
Häufig fehlt es an Räumen, Sitz- oder Kochgelegenheiten sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Belegschaft.

25.09.2014
(c) ferdinand lacour / pixelio.de

Das Tragen eines Kopftuchs, als Symbol des islamischen Glaubens sowie zur Kundgabe einer abweichenden Religionszugehörigkeit, ist unvereinbar mit der Verpflichtung einer Arbeitnehmerin, sich in einer Einrichtung der evangelischen Kirche neutral zu verhalten. Das entschied das BAG mit Urteil vom 24.9.2014 (5 AZR 611/12).

24.09.2014
(c) paul-georg meister / pixelio.de

Die Zahl der Arbeitsunfälle hat sich in Deutschland seit der Wiedervereinigung um die Hälfte reduziert, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) anlässlich des 20. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Anfang September 2014.

23.09.2014
(c) harry hautumm / pixelio.de

Eine mittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts kann durch ein dem Anschein nach neutrales Kriterium, mit Verweis auf statistische Erhebungen, dargelegt werden. Die herangezogene Statistik muss aber für die umstrittene Fallkonstellation gültig sein, entschied das BAG (Urt. v. 18.9.2014 – 8 AZR 753/13).

22.09.2014
(c) Rainer Sturm / pixelio.de

Ein Schwerbehinderter muss seine Einschränkung grundsätzlich in jedem Bewerbungsschreiben mitteilen, wenn er den besonderen Schutz und die Förderung nach dem SGB IX erhalten will. Auf Erklärungen bei früheren Bewerbungen kommt es nicht an. Das geht aus einem Urteil des BAG vom 18.9.2014 hervor (8 AZR 759/13).

19.09.2014
(c) rainer sturm / pixelio.de

Die in § 622 Abs. 2 Satz 1 BGB vorgesehene Staffelung der Kündigungsfristen nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit ist keine Diskriminierung wegen des Alters. Die Regelung bezweckt, den Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer zu verbessern, entschied das BAG (Urt. v. 18.9.2014 – 6 AZR 636/13).

Seiten