20. August 2014
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Der Trainer einer Fußballmannschaft ist Arbeitnehmer nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ArbGG und kann vor den Arbeitsgerichten klagen. Das entschied das LAG Mecklenburg-Vorpommern mit kürzlich bekannt gewordenem Beschluss vom 7.7.2014 (2 Ta 21/14).

18.08.2014

Junge Mitarbeiter brauchen besonders viel Freiraum am Schreibtisch, stellte der Büromöbelhersteller Steelcase in einer Online-Befragung zu Sitzhaltungen bei der Nutzung mobiler Geräte fest. Männliche und weibliche Beschäftigte bevorzugen danach unterschiedliche Arbeitsmittel. Sie erfüllen ihre Aufgaben zwischen drei und sechs Stunden täglich am PC, Laptop, Smartphone, Tablet etc. Männer arbeiten gerne mit drei oder mehr technischen Gegenständen. Weibliche Angestellte beschränken sich dagegen lieber auf zwei.

15.08.2014

Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer will höchstens 30 Minuten für den Traumjob pendeln. Nur 9 % würden mehr als eine Stunde investieren. Das sind die Ergebnisse einer Befragung des Online-Karriereportals Monster. Grundsätzlich sind viele Beschäftigte bereit, eine gewisse Zeit für die Strecke zum Arbeitsplatz aufzuwenden. Mehr als die Hälfte würde dabei eine Anfahrt von 15 bis 30 Minuten akzeptieren; jeder Dritte höchstens eine Stunde. Ein Arbeitsweg von eineinhalb Stunden wäre nur noch für jeden zwanzigsten Befragten in Ordnung.

14.08.2014

Eine außerordentliche Kündigung ist auch in der Freistellungsphase der Altersteilzeit möglich, bspw. wenn früheres Fehlverhalten nachträglich bekannt wird. Dabei ist stets eine Interessenabwägung durchzuführen, entschied das LAG Hannover (Urt. v. 6.8.2014 − 17 Sa 893/13). Ein Beschäftigter der Stadt Wilhelmshavenbefand sich in der Passivphase der Altersteilzeit. Zuletzt hatte er einen städtischen Eigenbetrieb geleitet und war Geschäftsführer einer gemeinnützigen GmbH.

13.08.2014

Mehr als zwei Drittel der deutschen Fach- und Führungskräfte glauben, dass Persönlichkeits-Fähigkeiten für die wirtschaftlichen Ergebnisse ihres Unternehmens stark relevant sind. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens ComTeam hervor. Der wichtigste Erfolgsfaktor für Profit ist dabei für fast alle (93 %) die Kommunikationsfähigkeit, dicht gefolgt von Offenheit, Neugier und sozialer Kompetenz. Gewissenhaftigkeit, Kontaktfreude, Selbstreflexion und Empathie schließen sich daran an. Erst auf den hinteren Plätzen folgen Achtsamkeit, emotionale Stabilität und Selbstkontrolle.

12.08.2014

Arbeitgeber müssen Urlaubsansprüche auch ohne vorherigen Antrag erfüllen. Verfallen sie, können Mitarbeiter Schadensersatz in Form von Ersatzerholung oder Abgeltung verlangen. Das entschied das LAG Berlin-Brandenburg – im Widerspruch zum BAG – mit kürzlich veröffentlichtem Urteil vom 12.6.2014 (21 Sa 221/14). Ein Angestellter forderte nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses die Ausbezahlung noch ausstehenden Urlaubs aus 2012. Dies hatte der Vorgesetzte verweigert, weil der Beschäftigte zuvor weder zum 1.

11.08.2014

Immer mehr Männer nehmen Elternzeit und verringern im Anschluss daran ihre Arbeitszeit um durchschnittlich 4,5 Stunden, zeigt eine Analyse des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Die Familie habe für Väter damit einen größeren Stellenwert als früher. Seit 2007 teilen sich laut der Untersuchung immer mehr Paare die Elternzeit. So nahmen diese Möglichkeit 2012 29,3 % der Väter in Anspruch; drei Viertel mit einer Dauer von zwei Monaten, die restlichen sogar länger. Auch danach verbringen sie in der Freizeit werktäglich etwa eine Stunde mehr Zeit mit ihren Sprösslingen.

08.08.2014

Ein nicht gesetzlich krankenversicherter Arbeitnehmer hat nach dem TVöD Anspruch auf bis zu vier Arbeitstage bezahlte Freistellung, wenn ein Kind schwer erkrankt. Bei Erkrankung eines weiteren Kindes, steht ihm noch eine bezahlte Beurlaubung zu. Beide dürfen insgesamt fünf Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschreiten, entschied das BAG mit Urteil vom 5.8.2014 (9 AZR 878/12). Ist ein Angestellter im öffentlichen Dienst nicht gesetzlich krankenversichert, hat er nach § 29 Abs. 1 Satz 1 e) bb) i. V. m.

07.08.2014

Die Feier einer Unterabteilung ist, im Gegensatz zu großen, allen Beschäftigten zugänglichen Betriebsveranstaltungen, nicht unfallversichert. Das entschied das LSG Darmstadt mit erst kürzlich veröffentlichtem Urteil vom 29.4.2014 (L 3 U 125/13). Eine Dienststelle der Deutschen Rentenversicherung Hessen (230 Mitarbeiter) gestattete auch während der Dienstzeit Weihnachtsfeiern in den Unterabteilungen, zusätzlich zum Weihnachtsumtrunk der Gesamtdienststelle. Eine Beschäftigte wanderte dabei mit ihrer Abteilung (13 Kollegen) und verletzte sich durch einen Sturz an Ellenbogen und Handgelenk.

06.08.2014

20 % der Berufstätigen arbeiten im Urlaub für die Firma, fand das Online-Reiseportal Travel24.com in einer von der Keyfacts Onlineforschung GmbH durchgeführten Umfrage heraus. Auch ohne explizite Weisung der Vorgesetzten seien diese durchschnittlich 1,4 Stunden pro Urlaubstag fleißig. Das würde jährlich 259 Millionen Stunden „verdeckte“ Erwerbstätigkeit im Wert von 5,3 Milliarden Euro ausmachen. Beinahe drei Viertel der Beschäftigten denken laut Studie, dass dieser Trend noch zunehmen wird.