21.01.2009

Um die zulässige Bindungsdauer von Rückzahlungsklauseln von Aus- und Fortbildungskosten zu bestimmen, sind im Rahmen bestimmter Richtwerte, die das BAG entwickelt hat, im Einzelfall die Vorteile der Ausbildung mit den Nachteilen der Bindung abzuwägen (BAG, Urt. v. 14.1.2009 – 3 AZR 900/07).

 Ein Arbeitgeber hatte einen Mitarbeiter auf Rückzahlung von Fortbildungskosten verklagt. Die Rückzahlungsklausel sah eine Bindungsdauer von fünf Jahren vor. Er scheiterte jedoch mit seiner Klage in sämtlichen Instanzen.

20.01.2009

Hat der Arbeitgeber die Versorgungszusage vor dem 1.1.2001 erteilt, steht dem versorgungsberechtigten Arbeitnehmer nach § 30f Abs. 1 Satz 1, 2. HS. BetrAVG in der bis zum 31.12.2008 geltenden Fassung mit Ablauf des 31.12.2005 eine unverfallbare Versorgungsanwartschaft zu, sofern er bereits das 30. Lebensjahr vollendet hat. Dies gilt auch, wenn das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt endet (BAG, Urt. v. 14.1.2009 – 3 AZR 529/07).

16.01.2009

Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes kann dem Überlebenden einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ein Anspruch auf Hinterbliebenenrente zustehen, sofern die betriebliche Altersversorgung Ehegatten eine solche zusagt (BAG, Urt. v. 14.1.2009 – 3 AZR 20/07).

09.01.2009

Das Arbeitsgericht Wiesbaden hat im Prozess um die bislang höchste Schadensersatzforderung von fast 500.000 Euro wegen angeblicher Benachteiligung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erstinstanzlich entschieden (Urt. v. 18.12.2008 – 5 Ca 46/08).

07.01.2009

 Der Landesgesetzgeber darf durch Gesetz die Rechtsträger des öffentlichen Diensts umstrukturieren und dabei bestimmen, dass die Arbeitsverhältnisse der betroffenen Mitarbeiter auf einen neuen Rechtsträger übergehen, ohne dass ihnen ein Widerspruchsrecht zusteht. Darin liegt zwar ein Eingriff in das Grundrecht der Berufsfreiheit aus Art. 12 GG. Dieser ist jedoch verfassungsgemäß, wenn ihn Gründe des Gemeinwohls rechtfertigen und er verhältnismäßig ist (BAG, Urt. v. 18.12.2008 – 8 AZR 660/07).

05.01.2009

Soweit die alten Fassung von § 11 des Tarifvertrags zur Überleitung der Beschäftigten der kommunalen Arbeitgeber in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und zur Regelung des Übergangsrechts (TVÜ-VKA) Mitarbeitern, die im September 2005 Elternzeit in Anspruch genommen haben, keinen Anspruch auf eine Besitzstandszulage für die nach dem bisherigen Tarifrecht des öffentlichen Diensts gezahlten kinderbezogenen Entgeltbestandteile gewährte, verstieß sie gegen Art. 3 GG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 GG und war unwirksam (BAG, Urt. v. 18.12.2008 – 6 AZR 287/07).

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