Heftarchiv

Lernen ist immer ein Spiegel der Gesellschaft. Die Lernbedarfe leiten sich aus den wirtschaftlichen Anforderungen und den Nutzungsgewohnheiten der Lerner ab. Personalverantwortliche sollten auch die bisherigen und prognostizierten zukünftigen Entwicklungen im E-Learning einschätzen können.

Durch ihr verbraucherähnliches Verhalten beeinflussen Bewerber heute indirekt die Effektivität der Recruiting-Strategie. Das Image, das ein Unternehmen als Arbeitgeber pflegt, die „Arbeitgebermarke“, ist in Kombination mit den individuellen Erfahrungen eines Kandidaten bei der Bewerbung auf eine Stelle – die „Candidate Experience“ – wichtiger als je zuvor.

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Strategieberatungen und Banken prophezeien, dass das Verschlafen der Digitalisierung zwangsläufig zu einer Verdrängung vom Markt führen wird. Es heißt also, das Thema ernst zu nehmen. Auch HR muss hier Lösungen anbieten. Die Arbeitszeit spielt dabei eine der Schlüsselrollen.

Während bei ortsabhängigen Leistungen (wie Kantine, Facility-Management, etc.) ein „traditionelles“ Outsourcing nach wie vor Standard ist – hierbei allerdings auch mehr und mehr globale Strukturen vorzufinden sind –, ist bei ortsungebundenen Leistungen (Accounting Services, Personaladministration) meist ein konzerninternes Outsourcing ins Ausland (Offshoring) die Regel – und die Arbeit in (globalen) Matrixstrukturen.

Drastisch verändern sich derzeit die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt. Unerwartete Forderungen nach Selbstbestimmung und einem Job, der zum Leben passen soll, werden laut.

„Digitale Nomaden“ ist das Stichwort: Gerade in Start-ups lassen sich Mitarbeiter ungern in ihren Möglichkeiten beschränken und fordern die freie Wahl von Ort und Zeit der Tätigkeit selbstverständlich ein. Morgens wellenreiten, nachmittags programmieren am Strand – so sieht der berufliche Alltag für Arbeitnehmer in vielen jungen Unternehmen immer häufiger aus.

Personalbeschaffung in Deutschland ist eine Herausforderung, die bereits vor Jahren von Wirtschaft und Politik erkannt wurde, nunmehr jedoch ein Problem darstellt, das wenige Antworten auf alle Fragen rund um die Globalisierung, den technologischen Fortschritt und den dadurch beschleunigten Strukturwandel der deutschen Wirtschaft bereithält.

Die ökonomische Verhaltensforschung war lange Zeit allenfalls ein Nebengebiet der Wirtschaftswissenschaften, eine Spielwiese für Sonderlinge. Doch sie hat in den letzten Jahren erheblich
an Popularität gewonnen. Ihre Bedeutung wird von renommierten Wissenschaftlern nicht mehr angezweifelt. Welche Erkenntnisse ergeben sich für das Personal- und Vergütungsmanagement?

Praktika sind beliebt, um Interessierten Einblicke in die Unternehmenspraxis zu geben und Arbeitgebern die Möglichkeit zu eröffnen, potenzielle Mitarbeiter kennenzulernen. Dieses attraktive Modell unterliegt jedoch zahlreichen rechtlichen Beschränkungen, nicht zuletzt im Hinblick auf Mindestlohn und Flüchtlingskrise, mit denen man sich rechtzeitig vertraut machen sollte.

Teilzeitarbeit ist seit vielen Jahren in den meisten deutschen Unternehmen weit verbreitet. Trotzdem stellen sowohl die Umsetzung einer einvernehmlichen Teilzeit in einem „Vertrag über Teilzeitarbeit“ als auch die strengen Formalia zur Ablehnung eines einseitigen Teilzeitantrags des Arbeitnehmers den Arbeitgeber vor Schwierigkeiten und Risiken.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 17. Februar eine überarbeitete Fassung des Gesetzentwurfs zu den Änderungen im AÜG vorgelegt. Er enthält im Vergleich zum ersten Entwurf vom 16.11.2015 Erleichterungen für die Arbeitgeberseite bei Arbeitnehmerüberlassung und Werkverträgen.

Struktur im Vorstellungsgespräch ist wichtig für eine erfolgreiche Personalauswahl, aber ihre Bedeutung wird überschätzt. Megatrends wie Globalisierung und demografischer Wandel erfordern einen größeren Fokus auf individuelle Qualitäten auf Seiten der Interviewenden, die man ausbilden und trainieren kann.