Experten für den Umgang mit Gefahrenstoffen von der asecos GmbH in Gründau sensibilisieren – auf Wunsch live, im Experimentalvortrag – für Gefahren, die von unsachgemäßer Lagerung von Gefahrstoffen ausgehen. Gerade im Labor ist der Umgang mit Gefahrstoffen Teil der täglichen Arbeit. Wer brennbare oder explosive Stoffe lagert, transportiert oder umfüllt, ist besonders aufgefordert, Gefahren und Risiken zu kennen und mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen aktuell vertraut zu sein. Sorgsamer Umgang ist ein Muss – doch welche Sicherheitsvorkehrungen sind ausreichend, für welche Eventualitäten muss vorgedacht werden?
Die Kenntnis über das Gefahrendreieck „brennbarer Stoff – Luft – Zündquelle“, hilft nicht nur Brände und Explosionen zu vermeiden, sondern liefert auch die Grundlagen für Schutzmaßnahmen. In einem Experimentalvortrag zeigen die Experten von asecos im sicheren Abstand Explosionen, Verpuffungen und andere chemische Reaktionen. Zudem vermitteln sie die wichtigsten Hintergrundinformationen wie Gesetze oder Aspekte der Gefahrstoffverordnung.
Viele Unternehmen nutzen Experimentalvorträge zur Schulung der Mitarbeiter. „Eine tatsächliche Stichflamme prägt sich natürlich mehr ein, als der theoretische Hinweis darauf. Wichtig ist das Verständnis, wie gefährlich bereits kleinste Mengen sind“, so Herbert Gehringer vom asecos-Team.
Zudem gibt es – speziell auf europäische Anforderungen zugeschnitten – zur Unterstützung eine englischsprachige Broschüre. Über 360 technische Möglichkeiten zu gesetzeskonformer Lagerung, Ab- und Umfüllung sowie Handling von Gefahrstoffen – innerhalb und außerhalb von Gebäuden – werden in dem kompakten Nachschlagewerk vorgestellt; vom Sicherheitsschrank über Absauganlagen bis hin zu Wannensystemen.
Eine weitere Broschüre zum Thema haben die Experten von Denios veröffentlicht. Darin präsentieren die Bad Oeynhausener Lösungen zur Gefahrstofflagertechnik: von begehbaren Lagersystemen über Container und Regallager für die Palettenlagerung bis zu den verschiedenen Ausstattungsvarianten und Zubehör. Leser sollen für jede Situation eine passende und vor allem gesetzeskonforme Lösung für ihre Anforderungen finden. Dabei geben die Experten nicht nur einen Überblick über die unterschiedlichsten Lagerungsmöglichkeiten sondern vermitteln auch viele wertvolle Informationen und Anregungen für den Umgang mit Gefahrstoffen auf der Grundlage der deutschen Gesetzgebung.
Eine Besonderheit der Broschüre ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis: Viele Praxisbeispiele erläutern unterschiedliche Situationen und realisierte Individuallösungen. So wird z. B. ein mobiles Brandschutzlager als Dosier- und Mischstation für Farbe und Lacke vorgestellt, das wegen den entstehenden entzündlichen Dämpfen mit einer Absaugvorrichtung ausgestattet ist.
Falls Absaugvorrichtungen im akuten Fall nicht vorhanden sind oder nicht ausreichen, werden bei vielen Berufsgruppen, wie der Feuerwehr, der Polizei, im medizinischen Sektor, in Industrieunternehmen oder im militärischen Bereich, Atemmasken als Schutz vor gesundheitsschädlichen und lebensgefährlichen Situationen eingesetzt. Doch die Maske allein ist nur der Anfang – erst mit der richtigen Nutzung und dem richtigen Sitz beim Träger ist der Schutz gegeben. „Vielfach fehlt das Bewusstsein zur Prüfung des richtigen Dichtsitzes der Maske. Die Folgen können im Ernstfall schwer wiegend sein. Daher ist es ratsam, den Dichtsitz der Atemschutzmaske direkt am Träger zu testen und so auch zu trainieren“, so Suzanne Depiereux von Messtechnik-Spezialist TSI. Dieses Verfahren ermöglicht auch die Simulation von Bewegungsabläufen. Hier treten häufig Dichtsitzfehler zutage, die bspw. bei einem simplen Handballentest des Trägers nicht bemerkt worden wären. „Die qualitative Dichtsitzprüfung bietet eine schnelle, jedoch subjektive Überprüfung. Die quantitative Methode bietet den sichersten und genauesten Schutz, was im Fall von unbekannten chemischen und biologischen Gefahren überaus wichtig und entscheidend für die Gesundheit ist. Wer diese Unterscheidung beachtet und eine Regelmäßigkeit für Maskenprüfungen einhält, genießt den höchstmöglichen Schutz im Ernstfall“, so Depiereux.