Dienstag, 19. Juli 2011

6 Tipps, um es sich mit den Kollegen zu verscherzen

© PIXELIO/Rolf van Melis

Und, was stört Sie so am meisten an Ihren Kollegen? Der Personaldienstleister Robert Half hat nachgefragt.  

Platz eins der Untugenden, die den Puls in gefährliche Höhe schnellen lassen, belege fehlerhaftes und unvollständiges Arbeiten. Jeder dritte Personal- und Finanzmanager hierzulande bekomme Schreikrämpfe, wenn wieder einmal eine delegierte Aufgabe fehlerhaft und unvollständig zurück auf seinem Schreibtisch landet und er sich die nur ungenau ausgearbeiteten Informationen selbst zusammensuchen kann. Das Ergebnis: Mehrarbeit statt erhoffter Entlastung. Und der mühsam ausgetüftelte eigene Zeitplan ist im Eimer.

Eine verzichtbare Überraschung stelle es außerdem für jeden fünften Finanz- und Personalprofi dar, wenn der liebe Kollege beim Team-Meeting plötzlich mit den eigenen Ideen glänzt – selbstverständlich ohne die Quelle zu nennen. Doch den derart um ihren rechtmäßigen Lohn Betrogenen könne geholfen werden: So biete es sich an, den Betreffenden künftig nicht mehr einzuweihen oder nur noch Bruchstücke kundzutun, um ihn beim nächsten Meeting mit knallharten Detailfragen bloßzustellen.

 

Ebenfalls eine Erscheinung der unguten Art seien für 14 % der Befragten Klatsch und Tratsch. Weiteren 12 % gehe es auf den Geist, wenn sich jemand auffällig regelmäßig krank meldet. Verpönt seien außerdem Rücksichtslosigkeit und unüberlegtes Handeln. Und auch regelmäßiges Zuspätkommen sähen viele nicht als zu vernachlässigendes Kavaliersdelikt an

„Letztlich ist es immer ratsam, Schwierigkeiten offen und ehrlich, aber wertungsfrei anzusprechen. Wer im Büro mit einem Kollegen zu tun hat, der einen mit seiner Art vor die Zerreißprobe stellt, sollte zunächst einmal ein klärendes Gespräch suchen“, erklärt Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. „Dabei ist es wichtig, einen freundlichen Tonfall zu wählen, keine direkten Vorwürfe zu machen und nicht persönlich zu werden. Schließlich sollte der Andere immer die Möglichkeit haben, sein Gesicht zu wahren. Trotzdem gilt es, klar und deutlich zu sagen, was einen stört. Am besten überlegt man sich vorher, wie man in einem vergleichbaren Fall selbst behandelt werden möchte.“