Freitag, 23. August 2013

Alkohol und Sucht im Betrieb kosten die Wirtschaft Milliarden

(c) Lupo / pixelio.de

Klassische Suchtmittel wie Tabak und Alkohol haben noch immer den größten Anteil aller suchtbedingten Arbeitsausfälle in Deutschland, allein der Alkohol hat hierbei einen Anteil von 44 %. Auf dem Vormarsch sind jedoch vermehrt leistungssteigernde Mittel wie Psychopharmaka und Amphetamine. Insgesamt ist ein Anstieg der suchtbedingten Fehlzeiten der deutschen Beschäftigten innerhalb von 10 Jahren um rund 17 % festzustellen. Dies geht aus dem am 22.8.2013 veröffentlichten Fehlzeiten-Report 2013 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.

Gründe für die Zunahme der Erkrankungen sehen die Forscher in der komplexer werdenden Arbeitswelt. Viele können einem zunehmenden Leistungsdruck nicht standhalten oder zerbrechen an der Erwartung immer und überall für den Arbeitgeber erreichbar zu sein. Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand beim AOK Bundesverband geht davon aus, dass „allein die Kosten von Alkohol- und Tabaksucht (…) die deutsche Wirtschaft jährlich mit etwa 60,25 Milliarden Euro“ belasten. Auch deshalb sei es laut der Studie wichtig, Prävention zu betreiben, der Arbeitsplatz biete hierfür den idealen Raum.
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) gehen mit gutem Beispiel voran, in Gesundheitsseminaren und Weiterbildungsangeboten findet sich das Thema Suchtgefährdung regelmäßig wieder. Es gibt seit vielen Jahren ein Suchtpräventionsprogramm sowie ein absolutes Alkoholverbot am Arbeitsplatz, eine innerbetriebliche Beratungsstelle hilft und unterstützt bei der Bewältigung von Problemen.

Einen Handlungsleitfaden für präventive Maßnahmen – mögliche Hilfestellungen bis hin zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen bietet auch der Ratgeber Sucht und Burnout im Betrieb, herausgegeben von der AuA und bestellbar über den Huss-Shop.