Donnerstag, 4. Juni 2015

Arbeit 4.0 für Unternehmen noch unbedeutend?

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Die wichtigsten Themen für Unternehmen sind Prozessorganisation und gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz an der Spitze sowie Arbeitszeitflexibilität, ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Fachkräftesicherung auf den folgenden Rängen. Das ergab die Befragung ifaa Trendbarometer „Arbeitswelt“ des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft rund um die Bedeutung der Themen Arbeits- und Betriebsorganisation sowie der Arbeitswissenschaft.

Als eher unbedeutend stuften die Teilnehmer hingegen alternsgerechte und lebenssituationsabhängige Arbeitszeiten sowie eine erfolgsabhängige Vergütung ein. Das Thema Arbeit 4.0 (vgl. zum Thema auch: Huss, AuA 4/15, S. 193; Zumkeller, AuA 06/15, S. 334, ab 10.6.2015 erhältlich) befindet sich abgeschlagen auf dem vorletzten Platz und spielt damit momentan für Betriebe nur eine untergeordnete Rolle. Der Einsatz von Werkverträgen bildet das Schlusslicht im Ranking.
Eine zunehmende Bedeutung erwarten die Befragten in Fragen arbeitsbezogener psychischer Belastung, im Bereich Fachkräftesicherung und Arbeitszeitflexibilität. Auffallend ist, dass die Beurteilung von der Unternehmensgröße abhängig ist: Für große Unternehmen sind Themen wie der gesetzliche Arbeits- und Gesundheitsschutz und eine ergonomische Arbeitsgestaltung erheblich relevanter als für kleine. Entgegengesetzt verhält es sich bei Fragen rund um erfolgsabhängige Vergütung und der Fachkräftesicherung.
Von September bis Dezember 2014 beteiligten sich Personen aus Wirtschaft (57 %), Verbänden (18 %), Wissenschaft (8 %) und sonstigen Bereichen (17 %) an der Befragung ifaa Trendbarometer „Arbeitswelt“.