Freitag, 17. Mai 2013

Arbeitgeber-Ranking 2013

© Gerd Altmann/ Shapes:AllSilhouettes.com/ pixelio.de

Als Kinder träumten sie noch davon, Astronaut, Feuerwehrmann oder Tiertrainer zu werden. Als Studierende wollen sie jetzt am liebsten bei Audi, Google oder den Vereinten Nationen arbeiten.

Das hat das Arbeitgeber-Ranking 2013 des Beratungsunternehmens Universum Communications zu Tage befördert. Es befragte von November 2012 bis März 2013 insgesamt 22.714 Studierende. Demnach stehen die Autobauer Audi, BMW und Porsche bei angehenden Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren ganz oben auf der Liste. Informatik-Studierende möchten gerne bei Google anfangen, mit weitem Abstand vor Microsoft und Apple.

Die Naturwissenschaftler bevorzugen die Max-Planck-Gesellschaft vor Bayer und der Fraunhofer-Gesellschaft als beliebtesten Arbeitgeber. Die Jura-Studierenden zieht es zu den Vereinten Nationen, dem Bundesnachrichtendienst und ins Auswärtige Amt. Dagegen haben Finanzkrise & Co. ihre Spuren bei den Banken hinterlassen: Erstmals hat kein Kreditinstitut den Sprung unter die Top 10 Arbeitgeber geschafft.

Doch was ist der Generation Y, also den zwischen 1980 und 2000 Geborenen, ganz allgemein bei einem Arbeitgeber wichtig? An erste Stelle stehen eine ausgewogene Work-Life-Balance und Jobsicherheit. Auch auf ein freundliches Arbeitsumfeld und vielfältige Aufgaben legen die jungen Leute wert.

Aber es ist nicht so, dass Geld keine Rolle spielen würde. Ein attraktives Grundgehalt hat für die Befragten weiterhin seinen Reiz. Im Durchschnitt rechnen die zukünftigen Berufsanfänger mit einem Einstiegsgehalt von etwa 40.000 Euro. Am höchsten sind die Erwartungen der angehenden Ingenieurswissenschaftler mit 42.000 Euro, dicht gefolgt von den Informatikern mit 41.000 Euro.

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich zwischen Männern und Frauen: Während die Studentinnen mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 36.675 Euro pro Jahr rechnen, erwarten Studenten beim Start in den Beruf etwa 6.600 Euro mehr, und zwar 43.272 Euro pro Jahr.

Stefan Lake, Deutschland-Geschäftsführer von Universum Communications, rät daher: „Unternehmen sind bei der Rekrutierung der Nachwuchskräfte gut beraten, wenn sie ihre Fähigkeit, Mitarbeiter langfristig an sich zu binden und ihnen vielfältige und interessante Aufgaben zu bieten, besonders betonen. Ein attraktives Grundgehalt ist zwar nach wie vor gefragt, aber daneben treten mehr und mehr Ziele wie ein freundliches Arbeitsumfeld, Abwechslung im Job und eben auch eine sichere Anstellung.“