Mittwoch, 31. Oktober 2012

Arbeitnehmer bekommen mehr Weihnachtsgeld

© BirgitH/pixelio.de

Alle Jahre wieder können sich Arbeitnehmer über Weihnachtgeld freuen. Nach einer aktuellen Umfrage des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung bekommt sogar über die Hälfte der Arbeitnehmer Weihnachtsgeld. Dieses Jahr fällt es besonders großzügig aus.

Laut Umfrage erhalten rund 55 % der Beschäftigten dieses Jahr ein Weihnachtsgeld, 17 % bekommen eine Gewinnbeteiligung und 21 % eine sonstige Sonderzahlung. Ein Ost-/West-Gefälle gibt es allerdings nach wie vor: So kriegen westdeutsche Arbeitnehmer deutlich öfter (59 %) als ostdeutsche (39 %) ein Weihnachtsgeld. Bei den Geschlechtern existieren dagegen kaum noch Unterschiede (Frauen 56 %, Männer 59 %). Beschäftigte mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen zu 57 % ein Weihnachtsgeld, befristet Beschäftigte nur zu 46 %. Aber fast die Hälfte der Beschäftigten in Leiharbeit erhält ein Weihnachtsgeld.

Bei einer Tarifbindung freuen sich 70 % der Beschäftigten über ein Weihnachtsgeld, Beschäftigte ohne Tarifbindung dagegen nur zu 42 %. Grundsätzlich sehen in den meisten Wirtschaftszweigen die geltenden Tarifverträge ein Weihnachtsgeld vor. Dort, wo die Tarifabschlüsse dieses Jahr höher ausgefallen sind, steigen auch die tariflichen Weihnachtsgelder stärker.
Ein im Vergleich hohes Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der westdeutschen Chemieindustrie sowie in der Druckindustrie (95 bis 100 % eines Monatseinkommens).Im öffentlichen Dienst (Gemeinden, West) beträgt das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe zwischen 60 und 90 %.

Kein Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe Ost und im Gebäudereinigerhandwerk.
Für Beamtinnen und Beamte bestehen für die Sonderzahlung im Rahmen der Besoldung jeweils gesonderte gesetzliche Regelungen für den Bund und die einzelnen Bundesländer.