Donnerstag, 26. Juli 2012

Arbeitsklimaindex: Wertschätzung immer wichtiger

©PIXELIO/S. Hofschlaeger

Kriterium Nummer 1 für einen attraktiven Arbeitsplatz ist und bleibt die Bezahlung. Aber viele Beschäftigte möchten auch, dass ihre Arbeit „wertgeschätzt“ wird. Dies geht aus einer Sonderauswertung des Arbeitsklimaindex der Job AG für das zweite Quartal 2012 hervor.

Für gut Zwei Drittel der etwa 1.100 Befragten ist eine „angemessene Bezahlung“ nach wie vor der wichtigste Faktor für einen attraktiven Arbeitsplatz. Der Faktor „Wertschätzung der geleisteten Arbeit“ folgt mit 56 % (Zunahme um 3 %) dicht dahinter. „Aufgabenverteilung und Definition der Kompetenzen“ (41 %) rundet die Top-3 der attraktiven Arbeitsbedingungen ab. Außerdem stieg die Bedeutung „flexibler Arbeitszeitmodelle “ im Vergleich zum ersten Quartal 2012 an, während der Stellenwert der „guten Sozialleistungen des Arbeitgebers“ deutlich zurückging.

Zwischen den Geschlechtern gibt es vor allem bei der Gewichtung von Sozialleistungen und Gehalt Unterschiede: Bei den Frauen liegt der Faktor „angemessene Bezahlung“ erneut bei 65 %. Bei den Männern ging dieser Wert um zwei Punkte auf 70 % zurück. Bei der „Wertschätzung der geleisteten Arbeit“ liegen Männer (55 %) und Frauen (57 %) nun fast gleichauf.

Bei dem Faktor „Aufgabenverteilung und der Definition der Kompetenzen“ ist eine große Veränderung festzustellen. Während er bei den männlichen Berufstätigen um vier Punkte auf 43 % anstieg, fiel er bei den Frauen deutlich um neun Punkte auf 39 %. Das Angebot eines „flexiblen Arbeitszeitmodells“ gewinnt hingegen bei beiden Geschlechtern an Bedeutung: Frauen bewerten diesen Punkt mit 38 % überdurchschnittlich wichtig (plus vier Punkte), bei den Männern mit 25 % (plus drei Punkte).