Mittwoch, 26. Juni 2013

Arbeitsmarkt: Nord- und Ostdeutschland holen auf

(c) Manpower Group

Die Einstellungsbereitschaft von Deutschlands Unternehmen ist ungebremst: Für den Zeitraum Juli bis September 2013 planen 9 % der Arbeitgeber Neueinstellungen – ein Anstieg um einen Prozentpunkt. Dem gegenüber stehen unverändert 4 %, die mit einem Personalabbau rechnen. 86 % planen keine Veränderungen. Hieraus ergibt sich ein saisonal bereinigter Netto-Beschäftigungsausblick von +4 % für die Bundesrepublik.

Das zeigen die jüngsten Zahlen des Manpower Arbeitsmarktbarometers – einer weltweiten Studie zur Prognose der Arbeitsmarktentwicklung im jeweils kommenden Quartal. Dazu wurden 66.000 Unternehmen in über 42 Ländern interviewt. In Deutschland haben 1.001 Betriebe an der Umfrage teilgenommen, die in ihrer Branchen-Zusammensetzung einen Querschnitt der deutschen Wirtschaft abbilden.

Hierbei zeichne sich ein ganz neuer Trend ab, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. „In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass sich die Einstellungsaussichten im Norden und Osten Deutschlands verbessern, während im Süden und Westen die Einstellungsbereitschaft sinkt.“
Laut Arbeitsmarktbarometer klettert im Osten Deutschlands der saisonal bereinigte Netto-Beschäftigungsausblick von +3 auf +11 % – der beste Wert seit Beginn der Erhebung vor zehn Jahren. In Berlin ist der gleiche Positivtrend erkennbar: Von -6 steigt der Wert dort auf +5 %. Der Norden hält mit: Hier klettert der Saldo von +6 auf ebenfalls +11 %. Besonders die Hamburger Unternehmen wollen verstärkt einstellen. In der Hafenmetropole steigt der Saldo von +4 auf +13 %.
In den übrigen Regionen geht die Einstellungsbereitschaft dagegen zurück. München verliert 5 Prozentpunkte und liegt nun bei +2 % – wie auch die gesamte Region Süddeutschland, die damit 5 Punkte verloren hat. Im Ruhrgebiet setzt sich der Negativtrend der ersten Jahreshälfte fort, das Arbeitsmarktbarometer fällt von -4 auf -7 %. Im gesamten Westen Deutschlands fällt der Wert sogar von +9 auf -1, und damit auf den schlechtesten Wert seit dem zweiten Quartal 2010.