Donnerstag, 19. Februar 2015

Arbeitsmarktprognose des BMAS bis 2030

(c) initiative echte soziale marktwirtschaft iesm / pixelio.de

Fachkräftelücken werden bis 2030 insbesondere bei Gesundheitsberufen, Managern und leitenden Angestellten, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern erwartet. Das prognostiziert der zweite Forschungsbericht „Arbeitsmarkt 2030. Die Bedeutung der Zuwanderung für Beschäftigung und Wachstum“ im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die Analyse stellten Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig und Staatsministerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoguz Anfang Februar 2015 vor. Er enthält eine wissenschaftlich fundiere Einschätzung der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Arbeitskräftenachfrage und des -angebots für die nächsten 15 Jahre in Deutschland.

Die Prognose beschreibt die Arbeitsmarktentwicklung positiver als noch 2012. Das liegt unter anderem daran, dass Deutschland mittlerweile das zweitbeliebteste Einwanderungsland der Welt ist, sagt Nahles. Große Potenziale bei der Fachkräftesicherung liegen bei Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Die Wirtschaft verlässt sich nach wie vor darauf, dass Männer Vollzeit zur Verfügung stehen, weil im Zweifel die Frau für die Kinder sorgt. Viele Unternehmen verzichten deshalb immer noch auf qualifizierte Frauen. Dieses Rollenbild ist überholt, mahnt Schwesig. Auch Özoguz weist darauf hin, dass Deutschland sein Wohlstandniveau nur halten kann, wenn es die inländische Arbeitskraft von Einwanderern, Frauen und Älteren erkennt und nutzt.