Mittwoch, 27. September 2017

Arbeitszeit der Zukunft: flexibel und individuell

Quelle: pixabay.com

Arbeitszeitflexibilität und gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz werden in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle in der Arbeitswelt spielen. Die aktuellen Ergebnisse des Trendbarometers Arbeitswelt des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) spiegeln die Meinung von Experten aus Unternehmen, Verbänden sowie Wissenschaft wider.

Die Betriebe sind sich ihrer Verantwortung zwar bewusst, bemängeln jedoch fehlende Informationen und Unterstützung bei der praktischen Umsetzung in ihren Unternehmen. Nach Meinung von Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des Instituts ifaa, erfordern die technischen Möglichkeiten, Assistenzsysteme und flexiblen Arbeitsorte neue und dynamische Lösungen.

Als praktische Unterstützung für Betriebe bringt nun das ifaa in Kooperation mit Gesamtmetall die Broschüre Arbeitszeit im Wandel heraus. Diese erlaubt es den Unternehmen, ihr eigenes Arbeitszeitmodell zu gestalten. Die Broschüre ist über die jeweiligen Verbände der Metall- und Elektroindustrie erhältlich. Außerdem ist eine Neuauflage des Handbuchs für Arbeits- und Gesundheitsschutz in Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie entstanden. Auf der Grundlage dieses Leitfadens können Betriebspraktiker ihr eigenes Arbeitsschutzsystem aufbauen. Nach den Ergebnissen der Studie zu urteilen, werden auch die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 immer mehr an Bedeutung gewinnen. Arbeitgeber haben mittlerweile erkannt, welche Chancen sich mit der Entwicklung ergeben. Die öffentliche Diskussion in den Medien und Politik dürfte dazu beigetragen haben.

Das TrendbarometerArbeitswelt gibt Auskunft über die Bedeutung von Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation sowie der Arbeitswissenschaft. Teilgenommen an der Befragung im Frühjahr 2017 haben 540 Personen aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft. Die Experteneinschätzungen kamen mehrheitlich aus der Wirtschaft (74 %). Dieses Mal lag der Anteil der Experten aus den Verbänden bei 12 % . Außerdem waren 5 % der Experten aus der Wissenschaft sowie 9 % aus sonstigen Bereichen beteiligt.

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