Freitag, 14. August 2015

Arbeitszeiten von Männern und Frauen in Ost und West

Source: kaboompics.com

In beiden Teilen Deutschlands ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Der Anstieg war in Westdeutschland allerdings stärker als im Osten der Republik. Das ist ein Ergebnis der Analyse zur Erwerbsbeteiligung in Ost- und Westdeutschland vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.

Die Differenz in den Beschäftigungszeiten von Männern und Frauen hat aber nicht abgenommen, obwohl Frauen zunehmend in den Arbeitsmarkt integriert werden. Im Zeitverlauf bleibt er jedoch weiterhin stabil: In Ostdeutschland beträgt der Unterschied zwischen den Geschlechtern 5,9 Stunden, in Westdeutschland arbeiten Frauen im Durchschnitt sogar 10,6 Stunden weniger als Männer.

Zwar bestehen weiterhin Abweichungen im Erwerbsverhalten von west- und ostdeutschen Frauen, doch nähern sich die Arbeitszeiten langsam an. Grund ist, dass die Teilzeitarbeit in Ostdeutschland in den letzten Jahren stärker angestiegen ist als im Westen. Lebensphase und Familienstand sind in Westdeutschland bedingen die weibliche Arbeitszeit am stärksten. In Ostdeutschland haben betriebliche Faktoren und die individuelle Qualifikation ein größeres Gewicht.