Dienstag, 15. April 2014

Arbeitszufriedenheit als Employer-Branding-Instrument

(c) Tim Reckmann / pixelio.de

Lediglich 38 % der deutschen Arbeitnehmer empfehlen ihren Betrieb als Arbeitgeber im Familien- und Bekanntenkreis weiter. Ursache hierfür ist eine Fehleinschätzung der Firmen. Sie sehen laut der Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ der Personalberatung Rochus Mummert das Thema Arbeitszufriedenheit der Belegschaft noch nicht als zentrales Employer-Branding-Instrument. Dabei sind Beschäftigte die besten Botschafter: „Die aktuellen Mitarbeiter eines Unternehmens tragen die Arbeitgebermarke durch Empfehlungen sehr authentisch nach außen“, stellt Studienleiter Dr. Hans Schlipat fest. Zudem verbreite sich im digitalen Zeitalter sehr schnell eine positive oder negative Grundstimmung auch außerhalb des Betriebs. Letztlich ist aber v. a. aus Mitarbeitersicht ein gutes Arbeitsklima von enormer Bedeutung - Es ist der wichtigste Motivator, das Unternehmen weiter zu empfehlen. Für mehr als 80 % ist die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hierfür Voraussetzung. Dies hat darüber hinaus Auswirkungen auf die Arbeitsleistung und den Unternehmenserfolg. Deshalb seien laut Schlipat Geschäftsleitung und HR-Abteilungen aufgerufen, die richtigen Anreize zu setzen. Soziale Wohltaten und Wohlfühl-Aktionen genügten hierfür nicht: „Stattdessen sollten Führungskräfte anfangen, Menschen als Menschen zu behandeln.“ Pseudoaktivitäten würden andernfalls zu negativen Effekten führen, wenn das tägliche Miteinander dem entgegenstünde.