Montag, 28. November 2011

Ausbildungsmarkt weiterhin sehr positiv

© PIXELIO/Gerd Altmann

Während die Zahl der Ausbildungsplätze steigt, nimmt die Zahl der Bewerber weiter ab – so lautet die Bilanz für das Ausbildungsjahr 2011/2012.  

Zu diesem Ergebnis kommen die Partner des Ausbildungspakts und die Bundesagentur für Arbeit. Nach Ende des Berufsberatungsjahrs am 30.9.2011 befinden sich die zuständigen Stellen gerade in der Nachvermittlungsphase. Und hier seien die Chancen so groß wie schon lange nicht mehr: Anfang Oktober hätten den 29.700 freien Ausbildungsplätzen lediglich 11.600 unversorgte Bewerber gegenübergestanden. Damit sei der Überhang von 18.100 Stellen um 10.800 größer als letztes Jahr mit 7.300. Daran konnten auch die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie der ausgesetzte Wehr- und Zivildienst nichts ändern. Die Bewerberzahl sei dennoch um 2,5 % zurückgegangen. Das liege vor allem daran, dass es dieses Jahr 3,5 % weniger Schulabgänger ohne Studienberechtigung – das klassische Ausbildungsklientel – gebe als im Vorjahr.

 

Welche Auswirkungen die rückläufigen Bewerberzahlen haben, zeige sich ebenfalls bereits. So hätten die Betriebe in manchen Branchen und Regionen größere Probleme, überhaupt passende Kandidaten zu finden. Zwar kämen mittlerweile auch mehr und mehr schwache Bewerber zum Zuge. Laut Bundesagentur für Arbeit sei die Zahl der Altbewerber um 5,7 % geschrumpft. Doch fehle es vielen nach wie vor an der nötigen Ausbildungsreife.

Insgesamt hätten die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter im Berufsberatungsjahr 2010/2011 knapp 520.000 Ausbildungsplätze registriert – ein Plus von 7,5 % gegenüber dem Vorjahr. Während die Zahl der außerbetrieblichen Plätze stark zurückgegangen sei, hätten die Betriebe um 10,2 % aufgestockt. Hier seien in Industrie und Handel 3,9 % und bei den Freien Berufen 1,1 % mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahr. Das Handwerk verzeichne dagegen einen leichten Rückgang von 0,6 %.