Dienstag, 4. Oktober 2016

Ausländer nutzen Zeitarbeit häufiger als Sprungbrett

Quelle: pixabay.com

Während der Zeitarbeit ist die Wahrscheinlichkeit, eine andere (dauerhafte) Beschäftigung zu finden, sehr groß. Zumindest ist sie größer als für Arbeitslose, die keine Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben. Dieser sog. Sprungbretteffekt ist am stärksten bei Leiharbeitnehmern türkischer Herkunft ausgeprägt, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die Wahrscheinlichkeit, nach der Tätigkeit in der Zeitarbeit eine Beschäftigung in einem anderen Bereich zu finden, steigt bei Deutschen um 15 %, bei arbeitslosen Ausländern um 17 % und bei türkischen Arbeitslosen um 18 %. Gleichzeitig hat sich der Anteil von Ausländern in der Zeitarbeitsbranche in den letzten Jahren deutlich erhöht. Während der Ausländeranteil an allen Beschäftigten in Deutschland bei rund 10 % liegt, betrug er in der Zeitarbeitsbranche 2015 ca. 25 %. Gemein haben beide Gruppen die durchschnittliche Verweildauer in der Zeitarbeitsbranche: sie liegt bei gut drei Monaten. Etwa 70 % der Betroffenen waren zuvor nicht beschäftigt, der größte Teil arbeitslos und ein geringer Teil ist bspw. über die Zeitarbeit erstmalig ins Berufsleben gestartet.