Mittwoch, 7. Dezember 2016

Bei leichter Krankheit trotzdem zur Arbeit

Quelle: pixabay.com

Laut einer Umfrage unter Nutzern des Online-Karriereportals Monster gehen über die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer zur Arbeit, wenn die Symptome nicht allzu schwerwiegend sind. 12 % der Befragten arbeiten immer, auch wenn sie krank sind!

Während rund 8 % der deutschen Monster-Nutzer von zuhause aus arbeiten, wenn sie krank sind, gönnen sich drei von zehn Befragten Ruhe für die Genesung. Der Rest teilt sich auf in diejenigen, die trotz Krankheit zur Arbeit gehen – wozu jeder Zehnte zählt – und der deutlichen Mehrheit von 51 Prozent, die sich nur dann krank melden, wenn sie ihre Symptome als „schwerwiegend“ empfinden.

Der Durchhaltewillen bei deutschen Arbeitnehmern ist also groß. Was sind die Gründe, im Büro zu erscheinen, obwohl man sich schlecht fühlt? Der Anlass variiert, je nach Persönlichkeit: Hauptsächlich plagt die Kranken das schlechte Gewissen, den Kollegen dadurch mehr Arbeit aufzubürden oder die Furcht davor, dass sich während ihrer Abwesenheit zu viel Arbeit anhäuft. Auch die Angst um den Arbeitsplatz spielt eine immer größere Rolle.
Selbst wenn der Präsentismus einen positiven Grund hat und auch Begeisterung für den Job dahinter steckt, ist er in übertriebenem Maße aber weder für die Kollegen noch für den Arbeitgeber von Vorteil. Studien zeigen, dass die Kosten für Präsentismus höher sind als die durch krankgemeldete Mitarbeiter. Zudem haben Arbeitnehmer die Nebenpflicht aus dem Arbeitsvertrag, sich genesungsfördernd zu verhalten.