Dienstag, 13. November 2012

Bewerberauswahl: Web und Social Media (fast) ohne Einfluss

© Gerd Altmann/ graphicxtras/pixelio.de

Kennen Sie einen Personaler, der bei Facebook nach halb nackten Partyfotos von Bewerbern fahndet? Nein? Das könnte daran liegen, dass es sich dabei wohl um einen Mythos handelt.

Den Schluss legt zumindest eine Umfrage der personal total AG unter rund 250 Personalverantwortlichen nahe. Denn danach ist es für über 90 % der HR-Manager „unwichtig“ oder „weniger wichtig“, wie sich Bewerber im Internet oder bei Facebook, Xing & Co. präsentieren.

Dementsprechend begeben sich lediglich 7 % der Befragten regelmäßig im Internet auf die Pirsch, um Bewerbern im Netz hinterherzuspüren. Bis in die Social-Media-Plattformen dringen nur 5 % vor. Fast die Hälfte spart sich die Mühe komplett.

Doch wer glaubt, der Personaler von heute sei eben anspruchslos, der irrt sich gewaltig: Gerade einmal eine verschwindende Minderheit von 1 % der Befragten hält das Anschreiben bei der Bewerbung für „unwichtig“. 80 % finden es dagegen „wichtig“ für die Auswahl.

„Die Umfrage zeigt, dass die Personalverantwortlichen bei der Bewerberauswahl spezifischere Kriterien und Informationen, wie Arbeitsproben oder den Lebenslauf, in den Vordergrund stellen“, schlussfolgert personal total Vorstand Armin Betz aus dem Ergebnis.