Dienstag, 29. November 2011

Der weltweit wichtigste Motivationsfaktor

© PIXELIO/Stefan Beyer

Arbeitgeber aufgepasst: Was treibt Arbeitnehmer weltweit am meisten zu Höchstleistungen an? Geld? Zielvorgaben? Ein Luxusschlitten als Dienstwagen? 

 

Weit gefehlt. Die richtige Antwort lautet: Respekt. Das meldet das Beratungsunternehmen Mercer als Ergebnis einer neuen Studie, an der rund 30.000 Mitarbeiter aus 17 Ländern teilgenommen haben, darunter über 2.000 aus Deutschland. Und wer glaubt, der schnöde Mammon hätte es wenigstens auf die Plätze zwei und drei der besten Motivationsfaktoren geschafft, irrt ebenfalls. Viel wichtiger seien den Befragten die Work-Life-Balance sowie die Art der Arbeit. An vierter Stelle beeinflussten die Kollegen die Arbeitsleistung; dem folge die Qualität der Führung. Erst wenn das alles gewährleistet ist, könne an sechster Stelle ein ordentliches Grundgehalt die Beschäftigten noch motivieren. Dies gelte vor allem für die untersuchten europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Spanien und Großbritannien.

 

Unter dem Strich ließe sich als Fazit sagen: Geld allein schafft noch keine Höchstleistungen. „Finanzielle Komponenten sind ohne Zweifel ein wesentlicher Teil des Deals zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aber Unternehmen müssen die ganze Bandbreite an Faktoren einbeziehen, um das Engagement ihrer Belegschaft zu fördern. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und angesichts gesättigter Märkte zählen Innovation und Engagement. Vereinfacht und plakativ ausgedrückt, geht es um Wertschöpfung durch Wertschätzung“, kommentierte Mercer-Geschäftsführer Fridtjof Helemann das Ergebnis.

Laut Studie hat im Vergleich zu den letzten Umfragen 2003 und 2006 die Mitarbeiterloyalität weltweit abgenommen. Zugleich sei die Wechselbereitschaft angestiegen. In Deutschland habe sie allerdings nur um moderate 2 % zugelegt.