Donnerstag, 19. Januar 2012

Deutsche Wirtschaft investiert in Bildung

© PIXELIO/Dieter Schütz

Gute Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sondern müssen ausgebildet werden. Ganz wichtig ist dabei Praxisnähe – und das lässt sich die deutsche Wirtschaft einiges kosten.
 

Das meldet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. So biete fast die Hälfte der Unternehmen, die in die akademische Bildung investieren, Praktika für Studenten an. Gut ein Drittel unterstütze Mitarbeiter, die neben ihrem Job noch studieren wollen. Genauso viele Unternehmen ermöglichten es Studenten, in ihrer Abschluss- oder Doktorarbeit eine betriebliche Problematik wissenschaftlich zu analysieren.
Aber auch die Hochschulen gingen nicht leer aus. Am glücklichsten dürften sich die ökonomischen Fakultäten schätzen. Rund jedes zweite Unternehmen fördere die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Nicht schlecht sehe es auch bei den Ingenieuren aus. Hier erhielten 32 % Zuwendungen. An dritter Stelle lägen die Lehrstühle Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, bei denen immerhin noch 22 % zu den Begünstigten gehörten. Alles in allem hätten die Unternehmen im Jahr 2009 mehr als 2,2 Milliarden Euro in die akademische Ausbildung an den Hochschulen investiert. Davon seien rund 640 Millionen Euro an die Bildungseinrichtungen geflossen, und zwar in Form von Geld-, Sach- und Servicespenden sowie Stiftungsprofessuren. Von den restlichen rund 1,5 Milliarden hätten die Studenten direkt profitiert.