Dienstag, 10. Dezember 2013

Deutsche wollen härter arbeiten – für die Karriere

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Knapp zwei Drittel der deutschen Beschäftigten wollen sich stärker im Job engagieren, wenn die Firma ihre Karriere aktiv fördert. Dies ergab eine bevölkerungsrepräsentative Studie der Unternehmensberatung ROC-Gruppe, die 4.000 Arbeitnehmer in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA befragte. Nach Angaben der Mitarbeiter verzichten 65 % der deutschen Unternehmen bisher auf eine gezielte Talentförderung.

Die Umfrage zeige ein großes Leistungspotenzial, das die Unternehmen bei ihren Arbeitnehmern nicht abrufen. Deren Qualifikation werde nicht gezielt entwickelt und gefördert. Die Mitarbeiter wünschten sich von ihren Arbeitgebern vor allem ein faires und transparentes Fördersystem, das den Aufstieg im Job begleitet. Allerdings hielten 40 % der deutschen Beschäftigten den nächsten Karrieresprung nur durch einen Wechsel in andere Firmen für möglich, weil es in den eigenen Betrieben an essenziellen Weichenstellungen fehle.

Defizite in der Talentförderung stellen einen kritischen Punkt für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen dar. Qualifikationsmanagement und Karriereplanung im eigenen Haus sind dabei unverzichtbare Komponenten, um den Schwund an frei verfügbaren Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt zu kompensieren, so ROC Deutschland.