Donnerstag, 15. September 2016

Deutschland auf Platz zehn beim Global Innovation Index

Quelle: pixabay.com

Jährlich veröffentlicht die amerikanische Cornell-Universität zusammen mit der französischen Elitehochschule INSEAD und den Vereinten Nationen ihren Global Innovation Index. Deutschland ist in diesem Jahr erstmals unter den zehn führenden Nationen. Das gab jetzt die Bundesregierung bekannt.

Gründe für die Platzierung sind großer Erfindungsreichtum, entwicklungsstarke Konzerne, gute Universitäten und schneller Zugang zu Informationstechnologien. Besonders gut abgeschnitten hat Deutschland im Bereich der Patente: Allein 2015 gab es mehr als 18.000 Patentanmeldungen. Auch bei der Qualität der Hochschulen und Innovationen innerhalb von Unternehmen punktet Deutschland. Konzerne investieren besonders viel Geld in Forschung und Entwicklung.
Einige Regionen stechen dabei besonders hervor: Kassel befindet sich auf Rang eins, wenn es um Mittelständler geht, die Produkt- und Prozessinnovationen einführen. Platz zwei der innovativsten Städte belegt Karlsruhe. In der Moselregion um Trier führen so viele klein- und mittelständische Unternehmen Marketing- und Organisationsinnovationen ein wie sonst nirgendwo in Europa. Bei den Mittelständlern, die firmenintern Innovation betreiben, führt Nordbaden. Oberbayern mit München, Ingolstadt und dem Alpenvorland hat den höchsten Anteil an Exporten der Hightech-Industrie, gefolgt von Braunschweig und Rheinhessen-Pfalz.

Der Index untersuchte insgesamt 128 Länder. Auf dem ersten Platz landete – zum sechsten Mal in Folge – die Schweiz. Danach schließen sich Schweden, Großbritannien, die USA, Finnland, Singapur, Irland, Dänemark und die Niederlande an.