Mittwoch, 3. Dezember 2014

Deutschland ist sechstteuerster Industrie-Standort der Welt

(c) marco barnebeck / pixelio.de

Die Bundesrepublik gehört zu den teuersten Industrie-Standorten der Welt. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verglich dazu die industriellen Arbeitskosten von 44 Staaten.

Die durchschnittlichen Arbeitskosten des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland lagen 2013 bei 36,77 Euro pro Stunde. Dazu gehören der Bruttolohn, der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen und weitere Zusatzkosten wie betriebliche Altersversorgung. In Westdeutschland lagen die Kosten mit 38,77 Euro höher als in Gesamtdeutschland. Der Osten war mit 23,93 Euro vergleichsweise günstig.

Teuerster Standort innerhalb des Vergleichs war Norwegen mit 56,46 Euro, gefolgt von der Schweiz (48,95 Euro) sowie Belgien, Schweden und Dänemark mit Arbeitskosten zwischen 41 und 43 Euro.
Deutschland hat einen deutlichen Kostennachteil. Nur Frankreich bewegt sich mit Deutschland auf etwa einer Stufe. Die USA, das Vereinigte Königreich und Japan produzieren 29 bis 37 % günstiger. Die südeuropäischen Länder blieben mit 11 bis 28 Euro je Arbeitsstunde weit hinter Deutschland zurück.