Donnerstag, 14. Juli 2016

Deutschlandweit zu wenige Frauen in Führungspositionen

Source: pixabay.com

Nur 22,5 % der Chefpositionen sind mit einer Frau besetzt. Das ergab eine Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Brandenburg liegt bundesweit an der Spitze mit 26,1 %, danach folgen Mecklenburg-Vorpommern (26 %), Sachsen und Sachsen-Anhalt (je 25,6 %) sowie Thüringen (24,3 %). Das Saarland schließt sich mit 24,1 % an. Alle haben eine höhere Frauenquote als der Bundesdurchschnitt – der bei 22,5 % liegt. Nachholbedarf besteht in Baden-Württemberg (20,2 %), Bremen (20,5 %), Bayern (21 %) und Hamburg (21,4 %). Hauptgründe sind die in Entscheidungsgremien vorherrschende Männerdominanz und die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Je größer das Unternehmen desto kleiner die Anzahl der weiblichen Chefs. Bei Großunternehmen steigt der Anteil dann wieder an. Stellt man auf die Umsatzgröße ab, haben mit 24,5 % den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen Firmen mit einem Umsatz von unter einer Million Euro. Mit steigendem Umsatz sinkt die Frauenquote wieder kontinuierlich ab. Die Analyse nach Branchen zeigt, dass im Gesundheitswesen die Zahl der Frauen in Leitungsfunktionen am höchsten ist, gefolgt von Handel und Verlagswesen. Weniger häufig sind Frauen als leitende Angestellte im Baugewerbe, Maschinenbau, in der Energieversorgung und Schifffahrt zu finden. In Aufsichtsräten liegt die Zahl durchschnittlich bei nur 16,6 %.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, wenn man die ausgewerteten Führungspositionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den Bundesländern setzt, dass in Hamburg die meisten Chefs Deutschlands – nämlich auf 10.000 Einwohner 488 Führungskräfte – arbeiten.