Donnerstag, 2. Juni 2016

Erst Vollbeschäftigung, dann radikaler Stellenabbau?

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Wie werden Gesellschaft und Arbeitsmarkt 2025, 2050, 2090 aussehen? Der Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky ist der Meinung, dass sich nur „fluide Unternehmen“ und „Caring Companies“ dem Projektalltag der Zukunft erfolgreich stellen können.

Dem Portal „Xing Spielraum“ gab Jánszky (CEO des von ihm gegründeten Think Tanks 2b Ahead sowie Autor u. a. der Bücher „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“ und „Das Recruiting Dilemma“) ein Interview, in dem er seine Vision der neuen Arbeitswelt skizzierte.

Danach entstehen in einer ersten Phase bis ca. 2050 viele neue Jobs durch die Digitale Transformation; es gibt Vollbeschäftigung. In einer zweiten Phase – vermutlich zwischen den Jahren 2050 und 2090 – sollen Computer die menschliche Intelligenz übertroffen haben, was zu massenhaftem Stellenabbau führen soll.
Das Arbeitsleben wird laut Jánszky zur permanenten Projektarbeit, die „Urangst vor Arbeitslosigkeit“ verschwinden und HR größtenteils überflüssig. Arbeitgeber müssen die hoch kompetenten Projektarbeiter sehr flexibel Anziehen und wieder Abstoßen bzw. Mitarbeiter durch kostenlose Schulen für die Kinder, kostenlose Pflegedienste für die Eltern, kostenlose Urlaubsplätze, Versicherungspakete und Eigenheime binden.

Nach der Ansicht von Jánszky sind die meisten heutigen „Industrie 4.0“-Studien und -Strategien viel zu kurz gegriffen. Seine Visionen werden in den Kommentaren zum Beitrag kontrovers diskutiert.