Donnerstag, 29. März 2018

Fachkräftemangel bremst Digitalisierung im Mittelstand

Quelle: pexels.com

Dem Mittelstand fehlen Fachkräfte, um sich mit digitalen Themen zu befassen. Gleichwohl haben viele die herausragende Bedeutung verstanden. Es besteht aber auch Anlass zur Sorge.

Nach einer Studie von Ernst & Young hat besonders im Mittelstand die Wirtschaft mit der Digitalisierung zu kämpfen. Jeder fünfte Unternehmer klagt, dass ihm Mitarbeiter fehlen, um überhaupt in die Digitalisierung zu investieren. Vor einem Jahr klagte hierüber nur ca. jeder Zehnte.

Die Konsequenzen können dadurch erheblich sein. Laut der Studie würden die Unternehmen besonders wachsen, die in die Digitalisierung investieren. Zugleich sehen 74 % hierin eine Chance. Ein Drittel hat sogar einen Chief Digital Officer in der Geschäftsführung.
Dennoch bleibt es dabei: Die wichtigste Funktion für das Wachstum in diesen Gebieten haben die Mitarbeiter. Dabei weisen 42 % der Mittelständler auf die gestiegen Anforderungen an die Beschäftigten hin.

Allerdings sind die Zahlen an dieser Stelle differenziert zu betrachten. So befassen sich kleinere Unternehmen mit der Digitalisierung grundsätzlich weniger. Bei mittelständischen Arbeitgebern mit einem Umsatz von weniger als 30 Millionen Euro geben 55 % an, dass digitale Technologien besonders wichtig sind. Liegt der Umsatz bei 30-100 Millionen Euro, erhöht sich die Zahl auf 63 %. Bei einem Umsatz von über 100 Millionen Euro, haben 66 % der Großunternehmen ihren Fokus voll auf die Digitalisierung ausgerichtet.

Selbst wenn die meisten Unternehmen verstanden haben, dass eine Neuausrichtung am Markt Rund um Digitalisierung erforderlich ist, besteht Anlass zur Sorge. Der Fachkräftemangel steigt weiter. Zudem wird die Relevanz dieser Themen in den nächsten Jahren bedeutend zunehmen.

In unserer nächsten Ausgabe AuA 4/18 können Sie weitere Beiträge zur Selbstorganisation und Digitalisierung lesen.

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