Dienstag, 27. Januar 2015

Fachkräftemangel - mehr ausländische Berufsabschlüsse anerkannt

(c) henning hraban ramm / pixelio.de

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2013 in Deutschland fast 12.000 ausländische Berufsausbildungen als vollständig oder teilweise gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Ausbildung eingestuft. Fast alle Anträge waren damit erfolgreich, meldet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.

Das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) regelt seit dem 1.4.2012 die Durchführung der Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen. Dieses gibt allen in Deutschland Erwerbstätigen einen Rechtsanspruch auf Prüfung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Über 19.000 Fachkräfte ließen sich bisher ihre Fähigkeiten anerkennen. Die Hälfte der Antragsteller kam aus der europäischen Union, gefolgt vom übrigen europäischen Ausland und Asien. Die Meisten ließen sich Abschlüsse im Gesundheitswesen oder Mechatronik-, Energie und Elektroberufe anerkennen.

Das „Anerkennungsgesetz“ ist folglich ein wichtiges Instrument zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Drei Millionen der bisher eigewanderten Migranten, erwarben zuvor einen Berufsabschluss. Nur ein geringer Teil ließ ihn bis heute anerkennen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie schuf dafür das BQ-Portal: Das IW betreut das Informationsportal und hilft Unternehmen und Kammern, die ausländischen Abschlüsse zu bewerten.