Montag, 20. Juni 2011

Fachkräftemangel: MINT-Lücke von 150.200

Händeringend gesucht: MINT-Fachkräfte – sprich Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker – und zwar 150.200.

Das meldet die von BDA und BDI getragene Initiative „MINT Zukunft schaffen“. Damit hätte der Fachkräftemangel im Mai 2011 ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht. Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative und Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, warnt deshalb: „Die deutsche Wirtschaft boomt, aber wichtige Mitarbeiter fehlen. Insbesondere Ingenieure werden händeringend von den Unternehmen gesucht. Der Arbeitsmarkt ist nahezu leergefegt. Aufträge können nicht angenommen werden, Projekte verzögern sich. Die Folge sind Wertschöpfungsverluste in Milliardenhöhe. Aus Sicht der Unternehmen ist der Fachkräftemangel ein Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung.“ Sattelberger fordert daher, die MINT-Bildung in Kitas, Schulen und Hochschulen auszubauen und zu verbessern. Außerdem sei es notwendig, mehr junge Frauen für ein MINT-Studium zu begeistern. Darüber hinaus plädiert er dafür, ausländischen Absolventen deutscher Hochschulen, die häufig MINT-Fächer studieren, ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu geben, wenn sie hierzulande einen Job gefunden haben.