Donnerstag, 16. Juli 2015

Ferienzeit: Urlaub richtig nutzen

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In Berlin, Brandenburg und Hamburg beginnen heute die Sommerferien. Die übrigen Bundesländer folgen innerhalb der nächsten zwei Wochen. Nicht nur die Dauer von sechs Wochen dürfte die Kinder freuen, sie müssen sich auch keine Gedanken über die nächste Auszeit machen, sie steht mit den Herbstferien bereits fest. Berufstätige, hingegen haben jedes Jahr die Qual der Wahl: Wie viele Urlaubseinheiten machen Sinn? Sind viele kurze Urlaube besser für die Erholung als eine wochenlange Pause? Neben der Verteilung der Auszeit hat aber auch dessen Ausgestaltung wesentlichen Einfluss auf den Erholungseffekt. Das ist eigentlich keine neue Erkenntnis, dennoch tun sich viele schwer, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Das „Arbeitsprogramm Psyche“ der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) bezieht hier eindeutig Stellung und plädiert für mehrere kurze, gleichmäßig über das Jahr verteilte Urlaube. Diese brächten laut einer Pressemitteilung der GDA vom 25.6.2015 mehr Erholung als eine wochenlange Pause. Dennoch sollten die Auszeiten mindestens sieben Tage am Stück betragen. Das Arbeitsprogramm empfiehlt je einen Sommer- und einen Winterurlaub mit zwei bis drei weiteren flexiblen Urlaubseinheiten. Hier müsse die Regeneration im Mittelpunkt stehen, um Anspannungen abzubauen und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Arbeit und Freizeit müssten strikt getrennt werden. Das setzt eine gute Vorbereitung voraus, sagt Dr. Kai Seiler vom Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Eine Checkliste kann herbei helfen:

  • Schriftliche Übergaben und To-Do-Listen für die Rückkehr vermeiden Rückfragen von Kollegen.
  • Der Tag vor der Abreise und der Tag danach sind zusätzliche Erholungstage, hier sollten keine Termine eingeplant werden.
  • Bewegung hilft dabei, die meist einseitigen Belastungen aus dem Berufsalltag auszugleichen. Leichter Ausdauersport am Urlaubsort ist hierfür ideal.
  • Laptop und Smartphone sind tabu. Muss man dennoch erreichbar sein, kann man einen festen Zeitpunkt am Tag für Berufliches einplanen, um die restliche Zeit wirklich abschalten zu können.