Donnerstag, 7. Februar 2013

Finanz- und Rechnungswesen: Es lebe die Fluktuation

© Dieter Schütz/pixelio.de

Heute hier, morgen dort – die Zeiten lebenslanger Mitarbeitertreue sind passé. Im Finanz- und Rechnungswesen bleibt jeder zehnte Beschäftigte seinem Arbeitgeber noch nicht einmal ein Jahr treu.

Das zeigt die aktuelle Workplace Studie des Personaldienstleisters Robert Half, an der 2.100 Chief Financial Officer in 13 Ländern teilnahmen. Danach brechen die Beschäftigten in der Branche im Durchschnitt nach sechs Jahren wieder auf zu neuen Arbeitsufern.

Und woran liegt`s? Anpassungsschwierigkeiten an die Unternehmenskultur sahen die Finanzchefs als Hauptursache. Aber auch unterschiedliche Erwartungen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber führten oft zur Trennung. Jeder fünfte Befragte musste außerdem feststellen, dass trotz überzeugenden Lebenslaufs die frisch eingestellten Kollegen mit ihren Aufgaben überfordert waren. Dazu passt, dass fast ebenso viele Fachkräfte aus eigenem Antrieb wieder gingen, weil sie sich ihre Rolle anders vorgestellt hatten.

„Die Unternehmenskultur spielt im Job heute eine immens wichtige Rolle. Es gibt Bewerber, die sich besonders in einem mittelständischen Unternehmen mit familiärer Atmosphäre wohlfühlen, während andere die Herausforderungen eines global agierenden Unternehmens schätzen“, erklärt Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International.

Wenig Reibungsverluste gibt es dagegen bei der Einarbeitung neuer Kollegen. Gerade einmal 5 % der Befragten sahen hierin den Grund, warum Mitarbeiter schnell wieder ihre Koffer packen. Auch die Personalplanung scheinen die deutschen CFOs gut im Griff zu haben. Lediglich 3 % gaben an, dass sie aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen neu eingestellt Beschäftigte bereits im ersten Jahr wieder entlassen mussten.