Donnerstag, 13. März 2014

Frauen verdienen in Europa deutlich weniger als Männer

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Laut einem Bericht der Europäischen Kommission über die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen, der am 18.2.2014 in Brüssel vorgestellt wurde, herrscht noch immer keine Lohngleichheit. Durchschnittlich 16,4 % beträgt der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern in Europa. Deutschland liegt mit 22,4 % an drittletzter Stelle, einen schlechteren Wert haben nur Österreich (23,4 %) und Estland mit 30 %. Den Spitzenplatz belegt Slowenien, hier beträgt der Unterschied lediglich 2,5 %, es folgen Malta, Polen und Italien mit Werten um 6 %. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, sagte anlässlich der Vorstellung der Zahlen, dass „das Lohngefälle (...) in den letzten Jahren nur geringfügig kleiner geworden“ ist. „Nach Jahren der Untätigkeit ist es nun an der Zeit, zu handeln.“ Man plane eine Initiative auf EU-Ebene, damit sich die Gehälter angleichen. Behindert wird dieses Vorhaben aber durch verschiedene Faktoren, so mangelt es in der Praxis oft an Transparenz der Entgeltsysteme und es besteht Rechtsunsicherheit bei der Definition von gleichwertiger Arbeit.