Dienstag, 20. Januar 2015

Generation Y: Viele wollen nicht in Führungspositionen

(c) i. klockmann / pixelio.de

Nur ein Drittel der jungen Frauen zwischen 18 und Mitte 30 wünscht sich eine leitende Position. Bei den Männern ist es rund die Hälfte. Soziale Fragen und gesellschaftliches Engagement sollten Unternehmen stärker berücksichtigen. Das ergibt der Deloitte Millenial Survey 2015.

Mehr aus zwei Drittel der jungen Menschen aus den noch aufstrebenden Märkten („Emerging Markets“) wollen Führungspositionen besetzen. In Deutschland ist der Nachwuchs zurückhaltender: Nur 37 % möchten in leitenden Positionen arbeiten. Deutschland ist damit im internationalen Vergleich auf einem hinteren Platz. Deswegen ist es die Aufgabe von Unternehmen und öffentlicher Hand, der Generation Y mehr Fähigkeiten und Möglichkeiten zu geben, sagt Nicolai Andersen (Partner und Leiter Innovation bei Deloitte).

Viele der Befragten weltweit kritisieren, dass Betriebe oft profitgetrieben wirtschaften. Dabei beeinflussen sie soziale Themen stärker als die Regierung, denkt fast die Hälfte der Deutschen.
Die Meisten der befragten Arbeitnehmer fühlen sich darüber hinaus unterschätzt. Nur ein Fünftel sagt, dass der Arbeitgeber ihre Fähigkeiten voll ausschöpft. Unternehmen sollten jungen Talenten - aber auch bestehenden Mitarbeitern - ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen. Dann sind sie auch bereit Führungspositionen zu übernehmen, meint Andersen.