Donnerstag, 13. Februar 2014

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Alter und Gehalt?

(c) Tim Reckmann / pixelio.de

Ob die sog. Sitzprämie bereits überholt ist oder die Gehälter mit zunehmendem Alter steigen untersuchte die neue Studie „Gehaltsbiografien 2014“ von Compensation-Online. Dafür wurden ca. 200.000 Daten von Fach- und Führungskräften ausgewertet.

Im direkten Vergleich von Fach-und Führungskräften steigt die Gehaltskurve bei den Fachkräften bis zum Erreichen des 40. Lebensjahres an, nimmt danach aber ab. Führungskräfte hingegen verdienen auch dann kontinuierlich mehr. Im Geschlechterkampf haben die Männer die Nase vorn, denn die Gehaltskurve der weiblichen Vorgesetzten fällt ab Erreichen des 45. Lebensjahres leicht ab. Auch die Größe des Unternehmens spielt bei der Gehaltsentwicklung eine Rolle: Je größer der Betrieb, umso höher das Gehaltsniveau. Unabhängig vom Alter der jeweiligen Beschäftigten zahlen Kleinstunternehmen weniger als 50 % des Gehaltsniveaus in Großkonzernen.

Fachkräfte können in der Industrie und im Bankensektor das meiste Geld verdienen. Führungskräfte erzielen in Unternehmensberatungen, bei Finanzdienstleistern und in der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie die höchsten Gehälter. Grundsätzlich gilt aber, je besser die Ausbildung, desto höher liegt das Durchschnittsgehalt. Dann ist auch ein deutlicher Anstieg des Einkommens ab dem 25. Lebensjahr zu erwarten. Durchschnittlich brauchen Akademiker nur neun Jahre, um die Kollegen ohne universitären Abschluss im Vergleich der Lebensgehälter zu überholen.