Freitag, 7. Februar 2014

Gut gelaunt ins Büro

(c) Norbert Schollum/ pixelio.de

Die Kollegen sind erstaunlich vergnügt– außer im Berliner Raum. Das zeigt eine Studie der Meinungsforscher von TNS Emnid, die im Auftrag des Büromöbelherstellers Sedus 1000 Büroangestellte zum Thema „Büroklima“ befragten.

Der durchschnittliche Mitarbeiter verbringt täglich ca. sechs Stunden am Schreibtisch und beurteilt die Atmosphäre in der Firma als „ziemlich gut“. Die fröhlichsten Angestellten sitzen in Bayern am Arbeitsplatz – 84 % finden die Stimmung dort „eher gut“ oder sogar „sehr gut“. Auch in Nordrhein-Westfalen kommen die Menschen gern zur Arbeit. Das Schlusslicht bilden die Berliner; hier bezeichnet nur jeder zweite Teilnehmer das Betriebsklima als gut.
Es entscheidet auch das Bildungsniveau, wie hoch das Stimmungsbarometer steigt. Kollegen mit mittlerer Bildung oder Volksschulabschluss sind nicht so zufrieden wie die Angestellten mit Abitur oder Hochschulabschluss. Dass man mit dem Kollegium großen Spaß haben kann, sagen vor allem die Juristen. 97 % der Paragraphenreiter haben ein gutes oder sehr gutes Verhältnis untereinander. Weniger gut aufeinander zu sprechen sind hingegen Mitarbeiter in der Kommunikations- und Medienbranche sowie aus dem Gesundheitssektor.

Alter und Geschlecht spielen keine Rolle beim Verhältnis unter den Beschäftigten – wohl aber bei der Sitzdauer. Die Studie zeigt auch, dass Bürostuhlakrobaten unter 40 Jahren im Durchschnitt am Tag etwa eine halbe Stunde länger sitzen als die Älteren. Auch hier gibt es regionale Unterschiede: Während die Arbeitnehmer in Süd-und Mitteldeutschland im Schnitt ca. 6,6 Stunden thronen, verbringt ein Berliner nur 5,7 Stunden am Platz. Untrennbar verbunden mit dem vielen Rumhocken sind auch die Rückenschmerzen. Vor allem die weiblichen Befragten gaben an, unter solchen Beschwerden zu leiden.