Dienstag, 13. März 2012

Höhere Arbeitskosten 2011

©PIXELIO/Gerd Altmann

Die Arbeitskosten in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 3,2 % angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis). Dies ist der höchste Anstieg seit Einführung der Erhebung 1997.

Zum Vergleich: Im Jahr 2010 habe die Kostensteigerung nur 0.5 % betragen. Im Verarbeitenden Gewerbe seien die Arbeitskosten sogar um 4,3 % höher als im Vorjahr gewesen. Die niedrigsten Erhöhungen für eine geleistete Arbeitsstunde habe es in den Wirtschaftsbereichen Verkehr und Lagerei (+ 0,2 %) sowie Erziehung und Unterricht (+ 1,4 %) gegeben.

Begründet werden könne die Kostensteigerung vor allem durch hohe Tarifabschlüsse sowie eine Zunahme von Sonderzahlungen in 2011.

Es seien zudem die Lohnnebenkosten deutlicher (+ 4 %) angestiegen als die Bruttolöhne (+ 3 %). Dies könne man auf eine höhere Anzahl von Krankheitstagen und höhere Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung zurückführen.

 

Im Vergleich zu anderen EU-Staaten liege Deutschland damit leicht über dem Durchschnitt (2,6 %). Die höchsten Wachstumsraten hätten Bulgarien (+ 9,8 %), Rumänien (+ 7,9 %) und die Slowakei (+ 7,2 %) aufzuweisen. In Griechenland würden sich die Lohnkürzungen weiterhin in Folge der wirtschaftlichen Krise bemerkbar machen, denn dort seien die Arbeitskosten um 7,5 % gesunken. Auch in Irland gingen die Kosten zurück (-1,1 %).

Der Arbeitskostenindex misst die Veränderung der Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden Bestandteile Bruttolöhne und -gehälter sowie Lohnnebenkosten.