Freitag, 29. Januar 2016

IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt – trotzdem noch positiv

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Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Januar 2016 um 0,4 Punkte – im Vergleich zum Vormonat – gesunken. Insgesamt liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit bei 100,2 Punkten zum Jahresbeginn.

Größere Rückgänge der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit über die nächsten drei Monate sind nicht zu erwarten. Zwar sind die Zahlen etwas hinter den Erwartungen der Arbeitsagenturen zurück geblieben, bewegen sich aber immer noch im positiven Bereich, sagt Enzo Weber (Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen). D. h. dass momentan keine steigende Arbeitslosigkeit erwartet wird. Im Vorjahr lag der Frühindikator noch bei 101,1 Punkten. Grund dafür sind die aktuelle Flüchtlingszuwanderung und vor allem auch die wirtschaftlichen Turbulenzen in China. Ersteres wird sich nach Ansicht Webers in den nächsten Monaten weiterhin bei der Arbeitslosigkeit bemerkbar machen.

Für das IAB-Arbeitsmarktbarometer befragen die Arbeitsmarktforscher monatlich alle lokalen Arbeitsagenturen zur von ihnen erwarteten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten. Der Indikator stellt die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit dar und berücksichtigt dabei nicht die jahreszeitlichen Schwankungen. Die Skala reicht von einer stark steigenden Arbeitslosigkeit (90) bis hin zu einer stark sinkenden (110) Arbeitslosigkeit.