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IG Metall will sechs Prozent und Zeitarbeits-Tarifvertrag

31. August 2010

Im Rahmen der Tarifverhandlungen für die Stahlindustrie fordert die IG Metall eine Lohnerhöhung von sechs Prozent. Zudem will die Gewerkschaft per Branchentarif gleiche Löhne für Stamm- und Zeitkräfte erreichen. Die Arbeitgeber lehnen beides ab.

Gegen den geforderten neuartigen Zeitarbeits-Tarifvertrag führt der Arbeitgeberverband Stahl an, dass es den Tarifparteien der Stahlindustrie an der Zuständigkeit fehle, die Löhne von Zeitarbeitern zu regeln. Sie seien Angestellte ihrer Zeitarbeitsfirmen, für die es nahezu flächendeckend eigene Tarifverträge gebe. Zudem liege der Anteil der Zeitarbeiter in der Stahlbranche mit unter drei Prozent selbst nach Einschätzung der IG Metall nicht besonders hoch und sei kein drängendes Problem. Schon vor drei Wochen hatte Gesamtmetallchef Martin Kannegießer gesagt, es sei Sache der Zeitarbeitsfirmen, was sie ihren Leuten zahlen.
 
Während Bundeskanzlerin Merkel Lohnsteigerungen generell – maßvoll – für richtig hält, dabei aber darauf verweist, dass die gute wirtschaftliche Lage weiter fragil sei, sieht Gesamtmetall dafür zurzeit kaum Spielraum. Auch Arbeitgeberpräsident Hundt wies die Gewerkschaftsforderungen zurück; ansonsten sei die wirtschaftliche Erholung Deutschlands gefährdet.

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