Freitag, 6. November 2015

Immer noch zu wenige Frauen in Vorständen

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Der Frauenanteil ist in den Vorständen der 30 DAX-Unternehmen zwar von 7,4 auf 8,4 % gestiegen, bleibt damit aber zu gering. In den Aufsichtsräten erhöhte sich die Zahl dagegen von 24,7 auf 26,5 %. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin.

Mit zwei Frauen mehr gibt es in den Vorständen nun insgesamt 16 weibliche Mitglieder. Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin für Gender Studies, warnt, dass die Politik die derzeit weitestgehend freiwilligen Regelungen und Zielvorgaben zum Frauenanteil in Vorständen und weiteren Führungsebenen verschärfen könnte. In den Aufsichtsräten ist die Situation etwas entspannter: mehr als ein Viertel in den Kontrollgremien der 30 größten börsennotierten Unternehmen sind Frauen.

Ab 1.1.2016 tritt das im März 2015 beschlossene „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ in Kraft. Ziel ist es, den weiblichen Anteil in den Führungsgremien von Wirtschaft und Verwaltung ab 2016 auf 30 % zu erhöhen.