Donnerstag, 12. Juni 2014

Immer weniger Tarifbindung in West und Ost

(c) Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Etwa jeder zweite Beschäftigte war im Jahr 2013 in Unternehmen tätig, für die ein Branchentarifvertrag galt. Das zeigen aktuelle Daten vom „IAB-Betriebspanel“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB).

Insgesamt ist die Zahl der tarifgebundenen Arbeitgeber stark zurückgegangen und nimmt kontinuierlich ab. Mitte der Neunzigerjahre arbeiteten in Westdeutschland fast drei Viertel der Mitarbeiter in Unternehmen, die branchentarifgebunden waren – 17 Jahre später ist es nur noch jeder Zweite. In Ostdeutschland sanken die Zahlen von 56 % auf 35 %.  

Jeder Fünfte der westdeutschen und ein Viertel der ostdeutschen Arbeitnehmer arbeitete 2013 bei Arbeitgebern, für die kein Branchentarifvertrag galt, die sich aber an einem solchen orientierten. Für 8 % im Westen und 12 % in Ostdeutschland galt ein zwischen Betrieb und Gewerkschaft abgeschlossener Haustarifvertrag. Mehr als jeder zweite Beschäftigte im Osten und 40 % der Angestellten im Westen Deutschlands unterlagen überhaupt keinem Tarifvertrag.