Mittwoch, 24. Oktober 2012

Innovationsfeindliches Klima in deutschen Unternehmen

© pixelio.de/Gerd Altmann

Gute Ideen sind immer gut. Doch stimmt das auch für Innovationen in deutschen Firmen? Laut Studie „Leadership im Topmanagement deutscher Unternehmen“ der Personalberatung Rochus Mummert haben es kreative Köpfe immer noch schwer, ihre Ideen einzubringen.

Nur 16 % der befragten Mitarbeiter sind der Meinung, dass ihre Firme nötigenfalls ihre althergebrachten Verhaltensweisen infrage stellt. Bei den Topmanagern geht nur jeder zweite davon aus, dass bei Bedarf neue Wege gegangen werden.
Ein weiteres Problem ist, dass Vorstände und Geschäftsführer bei der Entwicklung neuer Ideen fast nie ihre Vorbildfunktion erfüllen. „Neue kreative Ideen sind bei Deutschlands Vorständen und Geschäftsführern scheinbar spärlich gesät“, sagt Dr. Hans Schlipat, Management-Partner der Rochus-Gruppe.

Bei der Frage, ob ihr Unternehmen Innovationsfähigkeit von allen Mitarbeitern fordert, gehen Wahrnehmung von Management und Belegschaft sogar weit auseinander: Alle befragten Vorständen und Geschäftsführer bejahten diese Frage. Aber nur 42 % der leitenden Angestellten bzw. ein Drittel der Mitarbeiter in Fachabteilungen sahen dies ähnlich. Ihre eigene Vorbildfunktion sehen die Topmanager kritisch: Nur 13 % gaben an, sich als Vorbild bei der Innovationsfähigkeit zu sehen.

Weiteres Ergebnis der Studie: Je geringer das Firmenwachstum nach Einschätzung der Befragten ist, umso seltener verlangt die Unternehmensspitze Innovationsfähigkeit von allen Mitarbeitern. Bei Unternehmen mit überdurchschnittlichem Wachstum  verhält es sich genau umgekehrt: Knapp 80 % von ihnen fordern sämtliche Mitarbeiter auf, sich mit kreativen Ideen einzubringen.