Freitag, 6. Januar 2012

Jobsuche: Networking lohnt sich

©PIXELIO/Gerd Altmann/AllSilhouettes.com

Das berühmte „Vitamin B“ spielt weiterhin eine große Rolle bei der Stellenbesetzung: Knapp ein Viertel der neu besetzten Jobs ist 2010 über die Nutzung persönlicher Kontakte vergeben worden. Dies geht aus einer Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hervor.

Fast ein weiteres Viertel (23,5 %) entfalle außerdem auf Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften. Nur jede siebte Stelle werde über die Arbeitsagenturen besetzt - gleichauf mit Stellenbörsen im Internet. Inserate von Arbeitssuchenden sowie private Arbeitsvermittler und die Auswahl von Leiharbeitnehmern würden dagegen kaum noch eine Rolle bei der Stellenbesetzung spielen.

Auch seien bei der Größe deutliche Unterschiede im Recruiting erkennbar. Kleinstbetriebe würden sogar fast die Hälfte ihrer freien Stellen über persönliche Kontakte vergeben. Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern würden hingegen nur noch zu einem Zehntel auf persönliche Kontakte zurückgreifen. Diese suchen laut Befragung aber vermehrt im Internet - fast ein Drittel der Stellen werde über Internetofferten an den Mann oder die Frau gebracht. „Dies ist insofern plausibel, als mit wachsender Größe einer Organisation auch deren Arbeitsteilung steigt“, erklären die Autoren des IAB.

 

Ferner zeige die berufliche Qualifikation der Bewerber Unterschiede bezüglich der Auswahl: Ungelernte würden zu fast einem Drittel über persönliche Kontakte eine freie Stelle erhalten. Bei Hochschulabsolventen stehe das Internet dagegen hoch im Kurs. Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung würden auf Zeitungsinserate und persönliche Kontakte setzen (jeweils ca. 20 %).