Donnerstag, 31. Mai 2012

Junge Arbeitnehmer zunehmend gestresst

©PIXELIO/Gerd Altmann

Immer unzufriedener mit dem Arbeitsleben: Junge Beschäftigte unter 35 Jahren fühlen sich gestresst, schlecht bezahlt und immer mehr unter Druck. Dies geht aus einer Auswertung des DGB-Index „Gute Arbeit 2012“ hervor.

Die Studie unter 1.238 jungen Arbeitnehmern fragte unter anderem nach der Einkommenssituation, den Arbeitszeiten, der Arbeitsintensität sowie den psychischen und physischen Belastungen.

Vor allem das Gehalt mache viele junge Beschäftigte unzufrieden: Knapp die Hälfte habe die Einkommenssituation als negativ beurteilt, vor allem die prekär Beschäftigten. Zudem hätte rund ein Viertel der Befragten ein niedriges Einkommen unter 1.500 Euro zur Verfügung. 21 % seien befristet beschäftigt und haben somit keine Planungssicherheit.

Auch die Arbeitsbelastung habe nach Ansicht der Befragten zugenommen. Mehr als die Hälfte der jungen Angestellten habe den Eindruck, dass in den letzten Jahren immer mehr Arbeit in der gleichen Zeit geschafft werden muss. Überstunden seien außerdem an der Tagesordnung. Die Mehrheit der Befragten (70 %) habe angegeben, regelmäßig Überstunden zu leisten. Knapp zwei Fünftel der Befragten würden sogar 10 Überstunden und mehr pro Woche leisten.

Es falle der jüngeren Arbeitswelt schwer, nach der Arbeit abzuschalten (28 %) oder nicht an Schwierigkeiten bei der Arbeit zu denken (34 %). Auch beim Thema Krankheit gaben 70 % der jungen Angestellten an, mindestens einmal im vergangenen Jahr krank zur Arbeit gegangen zu sein.