Dienstag, 12. November 2013

Kaum betriebliche Gesundheitsförderung für Ältere

(c) Rainer Sturm / pixelio.de

Deutsche Unternehmen vernachlässigen laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov die Folgen des demografischen Wandels. Lediglich 34 % der befragten Arbeitnehmer gaben an, dass ihr Betrieb Angebote zur Gesundheitsförderung speziell für ältere Angestellte bietet. Betrachtet man die über 50-jährigen Erwerbstätigen, zeigt sich die unterschiedliche Wahrnehmung, denn bei ihnen sinkt die Zahl auf gerade einmal 28 %.

Annähernd die Hälfte aller Studienteilnehmer hat die Situation erkannt und sieht deshalb Nachholbedarf, wobei Führungskräfte optimistischer sind als sonstige Mitarbeiter. Wie wichtig das Eingehen auf die ältere Belegschaft ist, zeigt ein Blick auf die rückläufigen Bevölkerungszahlen. Der Anteil der Senioren steigt stetig, sodass neue Lösungsansätze gefragt sind. Zwar glaubt die Hälfte der Befragten, dass sie unter den gegenwärtigen Bedingungen noch lange gesund und arbeitsfähig bleiben. Ganze 21 % sind hingegen der Ansicht, dass das nicht der Fall sein wird.

Aber nicht nur sozialpolitisch macht die Beschäftigung älterer Mitarbeiter Sinn. Gut die Hälfte der Studienteilnehmer schätzt die Erfahrung und den positiven Einfluss der Senioren am Arbeitsplatz, was wiedrum zur Steigerung der Produktivität führen kann.