Dienstag, 11. Juni 2013

Master überholt Diplom

(c) Viktor Mildenberger / pixelio.de

Zum neunten Mal hat die auf junge Akademiker spezialisierte Personalberatung alma mater GmbH Unternehmen zu Einstiegsgehältern und Berufsaussichten für Akademiker befragt. 1.034 Teilnehmer aus den beliebtesten Branchen beteiligten sich an der jährlichen Gehaltsstudie, die auch die Vergütung von Praktika und Abschlussarbeiten untersucht und einige Überraschungen bereithält.

„Bei den präferierten Abschlüssen zeichnet sich bspw. ein Wechsel ab“, so Knud Bültermann, Vertriebsleiter bei alma mater. „Erstmals in der neunjährigen Geschichte der Studie hat der Master-Abschluss das Diplom als gefragteste Qualifikation knapp überholt.“ So gaben 77 % der Unternehmen an, Master-Absolventen einstellen zu wollen; Arbeitsplätze für junge Akademiker mit Diplom halten 76 % der Unternehmen bereit. „Auch der Bachelor-Grad genießt im Vergleich mit unseren vorherigen Studien mit 74 % deutlich mehr Wertschätzung.“

Weniger überraschend gestalten sich die Faktoren, die die Höhe des Einstiegsgehaltes bestimmen. „Nach wie vor gilt die Faustregel: Je größer ein Unternehmen ist, umso höher das Einstiegsgehalt“, stellt Bültermann fest. „Branchenübergreifend zahlen Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern durchschnittlich 36.313 Euro, bei Großunternehmen mit über 5.000 Angestellten liegt das Einstiegsjahresgehalt bei 44.679 Euro.“ Darüber hinaus spielt auch die Branche eine wichtige Rolle bei der Gehaltsgestaltung: In der Tourismusbranche, bei Nicht-Regierungs- und Non-Profit-Organisationen sowie im öffentlichen Dienst liegen die Gehälter deutlich unter dem Durchschnitt, während in der Elektrotechnikbrache ebenso wie bei Ingenieurdienstleistungsunternehmen und Automobilzulieferern überdurchschnittlich verdient werden kann.

Insgesamt geben sich die teilnehmenden Unternehmen optimistisch, was die Personalentwicklung betrifft: 91 % rechnen für das kommende Jahr mit gleichbleibendem bis steigendem Bedarf an Nachwuchsakademikern. Dies sei laut Bültermann zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zu den 95 % im Vorjahr, aber immer noch ein hervorragender Wert.