Dienstag, 13. Januar 2015

Mehr Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen

(c) berwi / pixelio.de

In den letzten sieben Jahren stiegen die krankheitsbedingten Fehlzeiten um fünf Tage. Schuld ist die Zunahme von langfristigen und chronischen Erkrankungen. Das ist ein Ergebnis des repräsentativen BKK Gesundheitsreports 2014 „Gesundheit in Regionen“.

Am häufigsten sind Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie Atemwegsleiden und psychische Störungen. Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen haben sich seit 1976 verfünffacht. Sie dauerten sogar länger als Neuerkrankungen. Menschen mit Herz-Kreislaufkrankheiten oder Rückenleiden waren im Vergleich zwei bis zweieinhalb Wochen eher wieder gesund. Ganze 30 % erhielten die Diagnose einer psychischen Erkrankung. Ein Drittel dieser Diagnosen lautete "Depressvie Episode". Vermehrt psychische Leiden gab es in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Teilen Niedersachsens und Bayern.

In den ersten vier Monaten 2014 gingen die Krankenstände im Vergleich zum Vorjahr zurück. Grund ist die ausgebliebene Grippewelle zu Jahresbeginn. Durchschnittlich waren Beschäftigte im Jahr davor 17,6 Tage krankgeschrieben.
In Baden-Württemberg waren Arbeitnehmer zwei Tage weniger krank als der Bundesdurchschnitt. In Brandenburg waren es drei Tage mehr. In den alten Bundesländern hatte nur das Saarland mit 21 Tagen ähnlich hohe Ausfallquoten. Ältere Beschäftigte sind meist länger krank: In Baden-Württemberg sind die Arbeitnehmer mit 40 Jahren bei den den Frauen und 39 Jahren bei den Männern am jüngsten. Das erklärt die niedrigen Werte. Baden-Württemberg folgen dicht Bayern und Hessen.