Dienstag, 14. Juli 2015

Mehr Frauen in Führungspositionen

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In der deutschen Privatwirtschaft nimmt der Anteil an Frauen in Führungspositionen zu. Vor zwei Jahren waren etwa 29 % der leitenden Angestellten weiblich – im Jahr 2001 waren es 7 % weniger. Im Gegensatz zu den neuen Bundesländern ist der Anstieg in Westdeutschland etwas abgeflacht, ergab der „Führungskräfte-Monitor 2015“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Frauen sind mittlerweile gleich häufig Vorgesetze wie ihre männlichen Kollegen. Weiblichen Führungskräften sind aber meist deutlich weniger Mitarbeiter unterstellt. Grund dafür ist, dass sie seltener in hohen Leitungspositionen und öfter in kleinen und mittelgroßen Unternehmen arbeiten. Die Verdienstlücke – der Gender Pay Gap – liegt noch immer bei 20 %. Auch an Sondervergütungen erhalten Frauen weniger als Männer.

Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, sollte ein zentrales Unternehmensziel mit verbindlichem Zeitfahrplan und entsprechend angepasster Unternehmenskultur sein, sagt Elke Holst, Forschungsdirektorin für Gender Studies am DIW Berlin. Außerdem sollten Arbeitgeber leitende Funktionen transparenter besetzen und ihre Personalentwicklung stärker auf die unterschiedlichen Lebenslaufmodelle und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausrichten.