Montag, 10. Juni 2013

Mehr Handlungsstrategien für die berufliche Weiterbildung

(c) Gerd Altmann / pixelio.de

Rund 2,15 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren verfügen derzeit über keinen Berufsabschluss und sind dadurch einem überproportionalen Arbeitslosigkeitsrisiko ausgesetzt. Kurzfristige Anpassungs- und Trainingsmaßnahmen könnten Abhilfe schaffen. Notwendig ist vor allem auch der systematische Ausbau berufsbezogener Weiterbildungsmaßnahmen, die zu anerkannten Abschlüssen führen.

Dies ist eine der zentralen Empfehlungen des Gutachtens „Handlungsstrategien für die berufliche Weiterbildung“, das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn, dem Soziologischen Forschungsinstitut (SOFI) in Göttingen und dem Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) in Nürnberg gemeinsam im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt wurde. Nach Auffassung der Autoren der Studie würden die heute bestehenden Möglichkeiten für Nachqualifizierungen wie auch die Zugänge zur sog. Externenprüfung bei Weitem nicht ausreichen. Es müsse nicht allein um eine quantitative Ausweitung des Weiterbildungsangebots, sondern auch um neue Formen von Weiterbildung gehen, die auf die besonderen Lebens- und Arbeitssituationen der Menschen besser ausgelegt sind. Hierbei handele es sich insbesondere um arbeitsintegrierte Lernformen, die Anerkennung non-formal und informell erworbener Kompetenzen sowie um den Erwerb von Teilqualifikationen.

Weitere Ergebnisse hält die Publikation „Handlungsstrategien für die berufliche Weiterbildung“ bereit. Sie erschien im Mai 2013 in der BIBB-Schriftenreihe „Berichte zur beruflichen Bildung“.