Dienstag, 10. März 2015

Mindestlöhne in Europa gestiegen

(c) Paul-Georg Meister / pixelio.de

Unter den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verfügen 22 über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Zum Jahresbeginn hoben viele dieser Länder die Lohnuntergrenze an. Bei gleichzeitig niedriger Inflationsrate verzeichneten demnach laut des Mindestlohnberichts des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung die Mindestlöhne auch real einen Zuwachs.

Europaweit schwanken die Lohnuntergrenzen erheblich, was insbesondere an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten liegt. Pro Stunde müssen Arbeitgeber in unserem Nachbarland Polen bspw. mindestens 2,42 Euro zahlen, in Malta 4,16 Euro und in Slowenien 4,57 Euro. Am niedrigsten fällt der Mindestlohn in Bulgarien mit 1,06 Euro aus, es folgt Rumänien mit 1,30 Euro. Die höchsten Werte werden in den westeuropäischen Ländern erreicht. Spitzenreiter ist Luxemburg mit einer Höhe von 11,12 Euro. In Frankreich liegt die Untergrenze bei 9,61 Euro und in den Niederlanden bei 9,21 Euro.