Freitag, 13. Februar 2015

Mindestlohn sorgt für mehr Schwarzarbeit

(c) romelia / pixelio.de

Laut einer Prognose des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Linz wird 2015 im Vergleich zum Vorjahr das Verhältnis von Schattenwirtschaft und offizieller Wirtschaft etwa konstant bleiben. Die robuste Arbeitsmarktsituation und das erwartete positive Wirtschaftswachstum sorgen voraussichtlich für eine Eindämmung der Schwarzarbeit, wobei sie wegen steigender Sozialbeiträge und der Einführung des Mindestlohns wieder zunehmen könnte.

Schattenwirtschaft meint Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung (etwa unerlaubte Arbeitnehmerüberlassung) sowie weitere illegale Tätigkeiten. 2014 lag das Verhältnis der Schattenwirtschaft zum offiziellen Bruttoinlandsprodukt bei 12,2 %. Besonders gefährdete Branchen, hier wurden vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns meist weniger als 8,50 Euro pro Stunde gezahlt, sind:

  • Teile der Bauwirtschaft
  • Landwirtschaft
  • Gaststätte und Hotel
  • Persönliche Dienstleistungen.